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Seit Lugwigs XIV.Tod ist der Staats- und Privat-Aufwandnoch gestiegen*), und unleugbar scheinen mir aueli Frank-reichs Reichtlhimer gestiegen zu sevn. Smith selber räumtdies ein; und was von Frankreich wahr ist, gilt auch, nachverschiedenen Graden von der Mehrzahl der anderen Staa-ten Europens.
Turgot theilt Smiths Ansicht**). Er glaubt, dassmehr vorgespart werde als ehemals, und gründet diesen Glau-ben auf folgenden Schluss; der Zinsfuss steht, in gewöhn-licher Zeit, in den meisten Ländern Europens niederer alsjemals; dies deutet an, dass diese capitalreicher sind als je-mals; folglich hat man emsiger als zu irgend einer Zeit Ca-pitale vorgespart. Dies beweist , was schon eingeräumt ist,nämlich dass wir capitalreicher seyen als vormals; aber nim-mermehr, dass gerade eine grössere Sparsamkeit die Ur-sache davon sev; indem ich soeben zeigte, dass es auchvon verstärkter Production herrühren könne.
Ersparnis? in den re productiven Consumtionen.
Uebrigens leugne ich nicht, dass man in vieler Hinsichtdie Kunst der Ersparniss wie der Production vervollkomm-net habe. Man zieht sich ungern etwas von seinen vor-maligen Genüssen ab; aber verschallt sich mehrere davonmit geringeren Kosten. Was gibt es zum Ilcispiel Zier-licheres als die Farbenpapiere, womit die Wände unsererZimmer geschmückt sind? Die Anmuth ihrer Zeichnungen
*) Diese Aufwands-Erhöhung ist nicht blos nominal, d. h. rührtnicht blos daher, dass dieselbe Geldquantität mit einer grösserenZahl von Livres oder Franken bezeichnet wird. Sie ist reell! Manconsumirt mannigfaltigere, feinere und ausgesuchtere Producte; undman gibt, obgleich das feine Silber ohngefähr ebensoviel gilt alsunter Ludwig XIV. (da dasselbe Silberquantum noch dasselbe Korn-quantum bezahlt), in den nämlichen Ständen des Staates eine grös-sere Silberrnasse aus, nicht blos dem Namen, sondern dem Gewichtnach.
**) Betrachtung über Bildung und Vertheilung der Reichthii-rner §. 81.
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