Band 
Erster Band.
Seite
220
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B neu L Cap. iS.

Ueber die Gründen der Production.

Vielleicht wird mau wissen wollen, welches denn dieGriinze einer Production sey, die immer zunähme, undwobei Producte, welche mit jedem Tage mehr anschwöl-len, beständig fort gegeneinander ausgetauscht würden:denn zuletzt sind es doch nur die abstracten Grössen,wobei eine unendliche Progression Statt findet; währendim Leben, die Natur der Dinge jeder Uebertreibung einZiel stecht. Bios die pr actis che NationaLOehonomieaber ist der Gegenstand unseres Forschens.

Die Erfahrung hat uns noch nie und nirgends dasBeispiel einer Nation aufgestellt, welche mit allen Produc-ten, die sie zu erzeugen und zu consumiren vermocht hätte,vollständig wäre versehen gewesen! allein wir können inder Idee Das, was wir in Hinsicht von einigen Produc-ten beobachtet haben, allmählig auf alle ausdehnen. Jen-seits von einem gewissen Punhte wachsen die Schwierig-keiten , welche mit der Production verknüpft sind , undwelche, durchgängig mittelst der Productivdienste über-wunden werden , in einer reissenderen Progression: so dasssie bald den Genuss übersteigen, der aus dem Gebrauchentspringen kann, welchen man von dem Producte macht.Von diesem Moment an kann man zwar eine brauchbareSache erzeugen; aber ihre Brauchbarkeit ist nicht sovielwerth, als sie kostet, und sie erfüllt nicht die wesentlicheBedingung eines Productes: nämlich die, dass es an Werthseinen Productionskosten mindestens gleichstehe. VVenn manaus dem Boden eines Landes alle Nahrungsmittel-Waaren,die er erzeugen kann, gewonnen hat, und dann weitereNahrungsmittel aus der Ferne kommen lässt, so kann derenProduction so sehr kostspielig werden, dass die angeschaflteWaare nicht so viel werth ist, als sie kostet. Könnte dieArbeit von dreissig Tagen die Arbeiter nur während zwan-zig Tagen nähren, so wäre es unmöglich, sich auf eineProduction dieser Art zu verlegen; sie würde nicht länger