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ABSCHNITT IV.
Von den Verordnungen in Betreff des Ge-treidehandels.
"Warum wir uns mit dieser Waare insbesondere he-schädigen.
Man sollte glauben, dass so allgemein anwendbare Grund-sätze für das Getreide ebenso gut wie für jede andere Waaregelten müssten. Allein das Getreide, oder auch jedes andereNahrungsmittel, welches den HauptunterhaltsstofT des Vol-kes bildet, hat, als Waare, besondere Eigenheiten, dieunsere ganze Aufmerksamkeit verdienen.
I. Ein Land hat jederzeit so viele Einwohner als esernähren kann. — Diese Einwohnerzahl hat, in einemguten Jahre, mehr Nahrungsmittel als sie bedarf;in einem Missjahr aber weniger als sie bedarf.
In jedem Lande vermehren sich die Einwohner im näm.liehen Verhältnisse, wie die Lebensmittel. Ueberlluss undWohlfeilheit der Lebensmittel befördern die Bevölkerung ;die Theuerung erzeugt eine entgegengesetzte Wirkung 45 ).Allein weder die Eine noch die Andere dieser W irkungenkann so schnell eintreten, als die Reihefolge der Erndten.Eine Erndte kann das Quantum der Mittel- oder Durch-schnitts-Erndte um ein Fünftel, vielleicht um ein Viertel,übersteigen; und sie kann im nämlichen Verhältnisse hinterdiesem Quantum Zurückbleiben; aber ein Land wie Frank-reich, welches im laufenden Jahre 3o Millionen Einwoh-ner hat, hann deren im nächsten Jahrgänge nicht schon 3öhaben; und wenn die Zahl derselben, im Laufe eines Jah-res, bis auf 24 Millionen he r a b s in k e n müsste, so könntedies'nicht ohne grässlichen Jammer geschehen. Zufolgeeines in der Natur der Dinge begründeten Missgeschickesist es daher unausbleiblich, dass ein Land in guten Jah-
*) Siehe das Cap. 11 des II. Luches.