Band 
Erster Band.
Seite
316
JPEG-Download
 

3i6

Buch. I. Cap. 17.

sich selber sind, noch ihren nutzen hatten? Ist das Getreidewohlfeil, so consumirt man mehr davon, man verschwendetes, man wirft es den Thieren vor. Die Furcht vor einernoch entfernten Theucrung, ein noch unbedeutenderPreisaufschlag, thun dieser Verschwendung nicht frühe genugEinhalt. Wenn alsdann die Besitzer von Korn dasselbe ver-schliessen, so versetzt die hieraus entspringende vorzeitigeTheuerung Jedermann auf seine Hut: besonders die kleinenConsumenten, deren Gesammtheit am meisten consumirt,werden dadurch zu Massigkeit und Sparsamkeit bewogen.Man lässt alsdann von einem Nahrungsmittel, welches auf-schlägt, nichts zu Grunde gehen; man sucht dasselbe durchandere Lebensmittel zu ersetzen. So w r ird die Geldgier derEinen zur Klugheitslehrerin der Anderen; und am Ende mil-dert , wenn das zurückgelegt gewesene Korn zu Markt ge-bracht wird, dessen Ausgebot, zum Vortheil des Consumen-ten, den allgemeinen Preis der Waare.

W äs den Tribut betrifft, welchen der Kornhändler, an-geblich, dem Producenten und dem Consumenten auferlegt,so ist dies ein Vorwurf, den man zuweilen, gleich grundlos,jeder Art von Handel macht. Könnten die Producte ohneCapital Vorschüsse, ohne Magazine, ohne Mühe und Arbeit,ohne Combinationen und Schwierigkeiten, dem Consumentenzur Hand geführt werden, so hätte man Recht. Wenn aberdiese Schwierigkeiten existiren, so kann Niemand sie mitgeringeren Kosten überwinden als Der, welcher daraus seinG e w e r be macht. Es beobachte einmal der Gesetzgeber,von einem hohen Standpunkte herab, die Kaufleute grossund klein: dann wird er sie sehen, auf der ganzen Ober-fläche des Landes, nach allen Richtungen sich umhertrei-bend und durchkreuzend: auf der Lauer nach Wohlfeilheit,und auf der Lauer nach dem Bedarfe durch ihre Concurrenzdie Preise da wiederherstellend, wo sie für die Productionzu tief gefallen sind, und ebenso da, wo sie für die Bequem-lichkeit des Consumenten zu hoch gestiegen sind. Kann