Abtu. I. Cap. 12.
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tend seyn soll, mit der Vervollkommnung aller übrigen Ma-nufacturen derselben Art gleichen Schritt halten, ja auchden Richtungen des Handels, und den Grillen der Consu-menten, fügsam sich anbequemen. Ohne dies würde dieschönste Anstalt bald hinter allen ihren NebenbuhlerinnenZurückbleiben. Das Leben der Manufactur- Priester, istkeine Domherrn-Existenz, sondern ein Leben voll rastloserRührigkeit. 1
Die G e sek li c h kei t des Unternehmers ist das Haupt-
Element des Gedeihens.
Aus diesen Betrachtungen folgt, meines Erachtens, dassder Haupthebel des Gedeihens in den Industrie-Unterneh-mungen, und besonders in den Manufactur-Unternehmungen,in der Geschicklichkeit und im Benehmen des Unternehmersbestehe.
Ein italienischer Staatswirth, Herr Gioja, gibt, inseinem Anno i8i5 erschienenen, Nuovo prospetto dellescienze economiche, einen Ueberblick von den Eigen-schaften , welche ein Unternehmer in sich vereinen muss,wenn er zu Flor kommen will. Diese Eigenschaften sindzahlreich, und keineswegs alltäglich. Man kann Glückmachen, ohne sie alle zu besitzen; aber je wenigere mandavon entbehrt, desto mehr Hoffnung hat man auf GlückDie, ei nemM.'i nufactur isten nöthigen, Eigenschaften.
Die oberste Eigenschaft, welche ich Demjenigen, dersich der Industrie-Laufbahn widmet, zumal wenn er eineManufactur-Unternehmung gestalten will, anwünsche, isteine gesunde Urtheilskraft. Auf die Ausbildung dieserKraft sollte alle industrielle Erziehung hinarbeiten; einrichtiges Urtheil aber entspringt hauptsächlich aus der Kennt-niss von der Natur des Menschen und der Dinge. Es istnoch unentbehrlicher als die technische Kenntniss sel-ber; denn die Einsicht und das Talent des Künstlers kannman erkaufen; nichts aber kann bei dem Lenker einerUnternehmung die Klugheit und den Geschäftstakt ersetzen,