Band 
Erster Band.
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che solche neue und kostspielige Waaren sich über den eu-ropäischen Continent ergiessen konnten. Eben darauf hatteeinst Alexandriens und Palmyra’s Flor beruht, undberuhte späterhin die Blüthe von Holland, nachdem dasselbedas mönchische und schimpfliche Joch des Hauses Oester*reich abgeschleudert hatte.

Italien hatte einen starken Binnenhandel.

Wenn, in der hier besprochenen Periode, Italien mach*tige Reichthümer erworben hatte, so muss man sie auch janicht etwa blos allein dessen ausländischem Handel zuschrei*ben. Unter dem Einflüsse der Freiheit, und trotz derenStürmen, stand sein Ackerbau, sein Binnenhandel und seinManufacturwesen bereits in Flor. Die Mediceer gewannennicht blos an ausländischen W T aaren; sieerndteten auch_denErtrag ihrer Ländereien. Man liest, bei den Geschicht-schreibern, dass sie den Herbst ihrer Weinberge unter denThoren ihrer Paläste verkaufen liessen. Alles deutet an,dass, zu derselben Zeit, der inländische Handel und die Ma-nufacturen in ganz Ober-Italien sehr rührig waren. Schlies*scn lässt sich darauf wenigstens aus der Pracht von all jenenkleinen Staaten und aus ihren ununterbrochenen Communi-cationen, welche die Geschichte des Mittelalters uns als sehrlebhaft schildert. Wo man alltäglich über die Wissenschaf-ten, über die schönen Künste und über die Feste correspon-dirt, da lässt sich eine Handels-Correspondenz vermuthen:denn der einträgliche Verkehr ist unter den Menschennicht der meist vernachlässigte.

Eigentliche Wichtigkeit des Binnenhandels.

Sonach kann man weder auch diesen Beispielen, nochselbst aus einigen, ebenfalls erklärbaren, der Folgezeit,schliessen, dass der ausländische Handel für den Staaten-reichthum wichtiger sey als der Binnenhandel. Um sich hier-von zu überzeugen, braucht man blos, in jedem Lande,einen Blick auf jene Legion von Erzeugnissen einheimi-