Band 
Erster Band.
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A K H 4 N G.

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ist denn nicht das Privat-Interesso des Rheders und der Be-frachter nicht selber schon eine stärkere Gewährschaft dafür,dass man sich keinem Stümper anvertrauen werde? DieKüstenfahrer von England und von den vereinigten Staatenbestehen kein Examen, und erleiden, verhültnissmässig,weniger Unfälle. Man hüte sich ja, durch die Regierungerzielen zu wollen, was kraft des Privat-Interesse, ohnehin,und besser, geschieht!

Aus einem gleichartigen Grunde müssen die Vorsichts-maassregeln , welche man gegen das Einschleichen von pest-artigen Krankheiten ergreift, auf Dasjenige beschränkt wer-den, was sachkundige Männer für schlechthin unumgänglichhalten. Der Vorsichts-Luxus ist nicht minder verderblichals der Prunk-Luxus. Die Quarantainen schaden uns mehrals die Pest.

Vortheile derSee-Frachtfarth.

Unter allen Verbindungsmitteln ist, ohne Zweifel, dieSee-Frachtfarth das mächtigste; und es ist vielleicht auchdasjenige, wobei der Geist und die Kühnheit des Menschensich im blendendsten lachte zeigen. Ohne das Meer, wel-ches zwei Drittheile der Erdoberfläche einnimmt, und dieWelttheile, so es ehemals trennte, verbindet, würden dieFroductionskosten *) der Urproducte • von solch entlegenenLändern gar bald die Brauchbarkeit, welche sie für unshaben können, übersteigen; sie könnten keine für unsereConsumtion geeignete VVaaren werden **); aller Handel

*) d. h. die mercaulilischen Productionskosten — die Fracht-spesen. M.

**) Sogar das Getreide kann, trotz seiner Unentbehrlichkeit fürunsere Völker, ihnen nicht frommen, wann seine Transportkosteneinen gewissen Grad übersteigen. Das Getreide von den Westpro-vinzen Frankreichs ernährt die Antillen-Völker; kann aber eineHungersnotli, die in dessen Ostprovinzen einreisst, nicht stillen.Die Fracht vervierfacht den Getreidepreis; und so wird der Kaufunmöglich. Bei guten Landstrassen und einer raschen Wasserfarthwürde Frankreich nur sehr selten Hungersläufte erleiden.