Band 
Dritter Band.
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dass die Vielfältigkeit der Formen der Staatslastcn eintreffliches Hiilfsmittel zu deren billiger ynd gleichmässigerVertheilung ist: wenn anders nun jede einzelne in denGrnnzen einer gewissen Massigkeit bleibt.

Naclitheile und Vorth eile derdirectenund indirec-

ten Besteuerung. <

Jede von diesen zweierlei Anlegungsmethoden derSteuern hat, ausser dem gemeinschaftlichen Nachtheile,einen Theil der Producte der Gesellschaft für Zwecke inAnspruch zu nehmen, wobei deren Glück und die Repro-duction wenig gewinnen, noch ihre eingenthümlichen Miss-lichkeiten und Vortheile. Die directe Steuer, zum Bei-spiel, erfordert weniger Erhebungskosten ; aber ihre Ent-richtung fallt sauer, und führt zu verhassten Executionen.Sie trifft das Einkommen sehr ungleichmiissig. Ein reicherKaufmann, welcher ein Gewerbspatent von 3 oo Guldenbezahlt, gewinnt vielleicht jährlich seine 5 o,ooo Gulden;während ein unbedeutender Krämer, dessen Gewinnste höch-stens 2000 Gulden betragen können, eine Patentsteuer be-zahlt, die nicht niedriger als 5 o Gulden seyn kann. DasEinkommen eines Grundeigentümers , welches schon mitder Grundsteuer belastet ist, wird noch ein zweites Maldurch die Mobiliarsteuer getroffen; während das Einkom-men des Capitalistcn, den diese letztere Steuer trifft, nureinfach belastet ist.

Die indirecten Steuern haben den Vortheil, dass ihreEntrichtung minder schwer fallt, und dass sie weniger quä-ierisch erscheinen. Jede Abgabe wird mit Widerwilleijentrichtet, weil sie eine Kaufpreis-Schuld für den blossenSchutz der Regierung, das heisst, für einen negativen, we-nig ins Auge fallenden, Vortheil ist. Eine Regierung istinehr um der Uebel willen schätzbar, wovor sie bewahrt,als um der Genüsse willen, wozu sie verhilft. Allein in-dem man eine Steuer bezahlt, die auf den YVaaren liegt,glaubt man nicht den, wenig interessanten, Schutz der Re-gierung zu bezahlen; sondern man meynt, blos den Preiseiner sehnlich erwünschten VVaare zu entrichten: ohnge-

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