Band 
Dritter Band.
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abermals ein Jahr, bevor dieses Gesuch in Erwägung ge-zogen ward. Es musste die Forstverwaltung durch-laufen , welche die Bäume durch Commissäre in Augen-schein nehmen liess. Ihr Bericht musste die ganze Stu-fenleiter *) der Forstverwaltung, so wie das Finanzmini-sterium , von welchem diese Verwaltung abhängt, durch-laufen, bis er an das Ministerium des Innern zurüchge-langte, unter welchem die Gemeinden stehen. Der Ver-kauf der Biiume in der Allee ward endlich angeordnet;aber der Erlös betrug nur ein Viertel der zum Kirchen-bau nöthigen Summe; und da über die Deckungsmittelder übrigen :, / 4 noch keine Entscheidung der Staatsge-walt vorlag, so musste die Gemeinde einstweilen denErlös aus ihrer Allee in die Amortisationskasse niederlegen.Was geschah zuletzt? Unter dem Vorwände dringen-der Staatsbedürfnisse ward dieses Depositum, nebstandern ähnlichen, verschleudert.

Man beachte wohl, dass dieses Staflelwerk von Ver-waltung bezweckt, die Interessen der Gemeinden zu schir-men, und dass Letztere ihren Antheil an den Staatslastenbezahlen, um dieses Schirmes zu geniessen, welcherdie Gemeinde Mcreville um ihre Kirche, sammt ihrerPromenade, gebracht hat.

Folgen einer verwickelten Verwaltung.

Man beachte ferner, dass in diesem Falle die ganzeMissregiererei von der Organisation selber herrühre,Und nicht yon der Schlechtigkeit der Beamten, welche da-bei keines Unterschleifes besfchuldigt sind. — Angenom-men, sie seyen Alle einsichtsvoll, unbestechlich und stand-haft genug, um sich weder durch Furcht, noch durchGunst, bestimmen zu lassen; so würden die Angelegen-heiten des Volkes dennoch schlecht besorgt wei den. Wenndas Räderwerk der Verwaltung verwickelt ist, wenn eineSache, nach und nach, von mehreren Behörden behäm-mert werden muss, so geht eine kostbare Zeit verloren.Jeder Beamte glaubt nach PJlicht zu handeln , wenn er

*) Hierarchie!

M.