Band 
Dritter Band.
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Die Finansvcrwaltung ist nur ein ausserwescntli-ches Ding im Staate.

Ohngeachtet in unseren so riesenhaften und verwickel-ten heutigen Staaten die Verwaltung der öffentlichen Finan-zen eine sehr wicbtigeKunst ist, kann sie doch nicht für einwesentliches Rad im Gesellschafts-Mechanismus gelten: daman Slaatskörper und Nationen ohne öffentliche E’inanzenhat bestehen sehen. Die Wichtigkeit dieses Verwaltungs-zweiges ist noch gestiegen, seit die Wahl und der Vor-schlag der öffentlichen Ausgaben, d. h. die Beurtheilung derWichtigkeit der Staatsbedürfnisse — der Ausgaben,welche man klugerweise machen oder bewilligen darf,ein Anhängsel der öffentlichen Verwaltung geworden ist.Dennoch ist sie, wie die Regierung selber* *), ein blos zu-fälliger Umstand, der zwar mächtig auf das Loos der Vol-ker ein wirkt, aber nicht anders als jede sonstig®Kunst. Die Schifffarth und die Kriegskunst wirken ebenfallsmächtig auf das Loos der Nationen ein. Es können diese Künstesogar den Umsturz eines Staates herbeiführen, ohne darumnothwendige Elemente der Gesellschafts-Existenz zu seyn.Dieser Einfluss genügt aber, um grosse Aufmerksamkeitin Anspruch zu nehmen, wenn man sich einen, nur einiger-maassen vollständigen, Begriff von den Erscheinungen bildenwill, welche das Leben des Gesellschafts-Körpers darbietet.

Constitutionelle Regierungen erheben JeicliterGeld alswillkührliche.

Auf den ersten Anblick scheint es, unter willkühf*lichen Regierungen müsse die Erhebung der, für diewirklichen oder vermeintlichen Staatsbedürfnisse nölhige°»Gelder leichter seyn, als unter constitutionellen. Die K r "fahrung beweist das Gegentheil. Unter Ludwig XlV*und XV. mussten in Frankreich die alten und die neue 11

konnte er ungestraft schamlos seyn. Matarin begnügte sich, zUplündern, ohne es iu sagen.

*) Say meint hier nicht sowohl die Regierung, als die Reg' erungs-For.m. (Aristokratie, Monarchie, Demokralie etc-): derenünwesentlichkeit in Beaug auf die Gesellschafts-Exi s t e n zdings durch die Weltgeschichte augenscheinlich gemachten