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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Mechanik.

sifhon und Metagenes, ans sehr entfernten Steinbrüchenholen liefsen ; die noch gröfsern Lasten , welche die alten Ae-gyptier zur Errichtung ihrer Pyramiden auf so bedeutende Hö-hen zu bringen wufsten; die colossalen Gebäude der Römer,ihre Porticus, Bäder und Wasserleitungen, deren weitgespannteBogen über Flüsse und Thäler wegsetzteü, diese und so vieleandere Denkmäler des Alterthums sind uns hinlängliche Zeu-gen, dafs die eigentliche Instrumental - Mechanik schon in frü-hen Zeiten zu einer grofsen Vollkommenheit gebracht seynmufste, der eigentlichen Maschinen , deren sie sich zu jenenZwecken bedienten, hier nicht zu erwähnen , wie z. B. ihrerfür Belagerungen bestimmten Katapulten, Skorpionen, Iäalli-sten u. dgl.

Aber so weit sie auch in diesem Zweige der 'Wissen-schaft, der mehr der praktischen Mechanik angehört, vorge-schritten seyn mochten, in der Theorie derselben blieben sieweit hinter denjenigen Leistungen zurück, durch welche siesich in dem Gebiete der mathematischen Speculationen , wel-che auch die Basis der theoretischen Mechanik bilden, durchihren oft bewunderungswürdigen Scharfsinn ausgezeichnet ha-ben. Die Philosophen der Griechen, zu welchen man, imweitesten Sinne des Wortes, auch ihre Mathematiker rechnendarf, hatten selbst in ihrer schönsten Periode, zur Zeit desPlato und Aristoteles , von der gesammten Mechanik, alsWissenschaft, nur sehr unvollkommene Begriffe. Erst hun-dert und fünfzig Jahre nach jener Epoche (^50 vor Chr. G.)erschien ArchimedeS , der erste Geometer seiner und viel-leicht aller Zeiten, und lehrte uns den Grund des Gleichge-wichts am Hebel kennen, wodurch er zugleich die Basis derneuen Wissenschaft, der Statik, aufstellte. Er zeigte, dafsder Hebel im Gleichgewichte sey, wenn die beiden Gewichtedesselben sich verkehrt, wie ihre Entfernung vom Rnhepuncte,verhalten. Aus diesem ersten Keime ist später die ganze Wis-senschaft erwachsen, die wir jetzt unter dem Namen der Sta-tik begreifen. Die zwei auf uns gekommenen Werke des Ar-chimedeS über diesen Gegenstand führen die Aufschrift: Deylequipon de ran t ibus und de Planorum aequilibriis , und siesind zugleich die einzigen, welche wir von den Alten überdie Mechanik überhaupt besitzen. Depn seine Nachfolger un-ter den Griechen verdienen kaum den Namen seiner Com-