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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1498 Mechanik.

zu den von AnCnntEDEs aufgestellten Resultaten hinzufügenkönnen.

Seit Archimedes bis zu Stevin’s Zeiten oder bis gegenden Anfang des 17. Jahrhunderts, erhielt die Hydrostatik keineweitere Bereicherung. Dieser aber entdeckte das bekanntehydrostatische Paradoxon, dafs eine Flüssigkeit einen viel grö-sseren Druck, als ihr eigenes Gewicht beträgt, auf den Bodendes Gefäfses ausüben kann, in welchem sie eingeschlossen ist.

Dieses führte ihn auf die Bestimmung des Drucks, den dasWasser gegen die verticalen oder schiefen Wände des Gefäfsesaufsert, dafs nämlich der Druck auf eine schiefe Wandebenegleich ist dem Gewichte einer Wassersäule, deren Basis dieseWandebene und deren Höhe gleich der halben Höhe des Ge-fäfses ist. Indem er darauf seine Untersuchungen auch aufGefäfse mit krummen Seitenflächen ausdehnte, fand er, dafsder Druck einer jeden schweren Flüssigkeit auf eine krummeSeitenfläche zu seinem Mafse das Gewicht einer Säule dieserFlüssigkeit hat, deren Basis die gedruckte Fläche, und derenHöhe die verticale Distanz des Schwerpunctes dieser Flachevon der Oberfläche der Flüssigkeit ist 1 .

Diese Grundsätze sind offenbar von denjenigen, die obenfür die Statik der festen Körper aufgestellt wurden, ganz un-abhängig. Sie sind zum Theil auf blofse Erfahrungen gebaut,die man mit den Flüssigkeiten angestellt hat. Die meisten dernachfolgenden Schriftsteller haben dieses Verfahren beibehal-ten, und so hat sich, bis auf unsere Tage, die Hydrostatikals eine von der Statik selbst gänzlich verschiedene und un-abhängige Wissenschaft auszubilden gesucht.

Dessen ungeachtet mufste es immer wünschenswert!» bleiben,diese beiden Doctrinen näher mit einander zu verbinden, undsie aus einem und demselben Prineip abzuleiten. Die Naturdes Gegenstandes selbst zeigte die Möglichkeit und Ausführ-barkeit der Unternehmung. Offenbar läfst sich aber von allenden Principien, die wir oben für die Statik der festen Kör-per angeführt haben, blofs das der virtuellen Geschwindigkei-ten auf die Flüssigkeiten an wenden, da der Hebel, die schiefeEbene, die Zerlegung der Kräfte u* $» w. den Untersuchungen

1 Hypomoemata Mathematica übers, vou Wis. Shblmus. Leid.

1608 .