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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meer.

des atlantischen Oceans an der Ostkiiste Florida’s 1 . Der Spie-gel des arabischen Meerbusens bei Suez liegt nach den neue-sten Messungen französischer Ingenieurs, welche bei Gelegen-heit der ägyptischen Expedition namentlich durch Lei’IiIke aus-geführt wurden, höher als der des mittelländischen Meeres beiAlexandrien , und zwar 8,1 Meter bei niedrigstem und 9>9Meter bei höchstem Wasserstande an beiden Orten 2 . Diesesauffallende Resultat läfst sich inzwischen aus dem eben ange-gebenen Grunde leicht erklären, insofern das nach Westen ge-gen Africa’s Küsten strömende Wasser durch die Strafse Babel Mandeb in das rothe Meer getrieben wird. Man hat hier-von einen nachtheiligen Einflufs gefürchtet, auf den Fall, dafsdie Landenge bei Suez durchgraben werden sollte; allein eswürde in dem hierdurch gebildeten Canale nur eine Strömungentstehn, deren Geschwindigkeit kaum die der langsamstenFlüsse erreichen könnte. Der Unterschied des Wasserspiegelsbeider Meere beruht übrigens zugleich auch auf der angenom-menen Vertiefung des mittelländischen Meeres, wovon unten(§. 87.) weiter die Rede seyn wird. Auch der Spiegel desschwarzen Meeres ist beträchtlich höher, als der des mittel-ländischen, was dann die starke Strömung im Mare di Mar-naora und bei den Dardanellen verursacht, und ebenso fandman bei den Messungen im Jahre 1782 den Spiegel der Ost-see um 8 F. höher, als den der Nordsee 3 . Zur Erklärungder beiden letzten Ausnahmen dient der starke Wasserzuflufs

1 Araco in Edinburgh New Phil. Journ. N. XLI. p. 50.

3 Ann. Chim. et Phys. T. I. p. 55. T. XV. p. 399. T. XVI. p.310. Araco in Edinb. New Phil. Journ. N. XLI. p. 47.

3 Nordenanaer von den Strömen der Ostsee . Uebers. von Gnö-king. Leipz. 1795. Man betrachtet dieses als den Grund der starkenStrömung im Sunde. V. Hoff a. a. 0. bestreitet jedoch diesen ho-hem Stand der Ostsee , weil sie durch zn viele Oetfnungen mit derNordsee in Verbindung steht und nach Niemann Handbuch des Schles-wig-holsteinschen Landeskunde. Th. I. S. 56. der Wasserspiegel beiKiel 5,5 Fufs niedriger gefunden worden ist, als am Ausflufs derEyder. Genauere Messungen ergeben indefs mit Rücksicht auf die Re-duction aus Ebbe und Fluth einen um 1 Fufs 2 Zoll hohem Standdes baltischen Meeres bei Kiel, als des deutschen Meeres nachWoLT-MiKN in PoggendoriPs Ann. Jf. 441, nach Riese ebend. XVII f. 131.beträgt aber der Unterschied 8 par. F. im Mittel. Vergl. v. Hoffa. a. 0. Th. 111. p. 328.