Tiefe desselben. 1615
beseitigen lassen. Soll zuerst der Hahn h bei dem enormenWasserdrücke bis zur Ankunft auf dem Meeresboden und nach-her auf der Oberfläche hinlänglich schliefsen, so mufs er nichtblofs überhaupt sehr gut gearbeitet seyn, sondern die sich be-rührenden Metallflächen müssen nicht unter eine gewisse Gröfsevermindert werden. Um dieses zu erreichen, wenn es andersüberhaupt möglich ist, da bei einer Tiefe von etwa 3000 Fufsder Druck schon 100 Atmosphären beträgt, mufs die Oeffhungin demselben klein seyn, und es ist dann die Frage, ob beider Drehung desselben in Folge des Aufstofsens des GewichtsC und nach dem wieder begonnenen Aufsteigen des Appara-tes durch das Herabsinken ebendieses Gewichts das Gefäfssich gänzlich füllt, da der Hahn beide Male nur eine sehr kurzeZeit geöffnet ist. Wäre dieses aber auch der Fall, so ge-schieht das Eindringen des Wassers und die dadurch bewirkteCompression der Luft sehr schnell, die aus der Luft entbun-dene Wärme vermehrt ihre Elasticität, ihre Zusammendrückungist nicht vollständig und das Resultat daher unrichtig. Ver-muthlich ist jene Einrichtung deswegen getroffen, um zugleichdie Temperatur des blofs in der grofsten Tiefe eindringendenWassers zu finden, was jedoch deswegen unzulässig ist, weilman nicht erwarten darf, dafs das Instrument bald nach sei-nem Emporkommen aufgefunden und herausgenommen werdensollte. Jenem Uebelstande wird jedoch dadurch abgeholfen,dafs der Hahn beim Herablassen offen ist, um das Wasser all—malig eindringen zu lassen, beim Aufstofsen auf den Bodenaber durch den angegebenen Mechanismus um einen Quadran-ten herumgedreht und verschlossen wird, wobei es noch au-fserdem zweckmäfsig seyn dürfte, den Hahn mit einer geeig-neten Vorrichtung zu versehn, um ihn nach dem Verschlie-fsen festzuhalten und sein Oeffnen zu hindern. Wenn manierner den enormen Druck berücksichtigt, welchen die innereeingeschlossene Luft nach dem Emporkommen des Apparatesausübt, so erscheint der obere Deckel O als unzweckmäfsig,um so mehr, als das eingesenkte Thermometer aus den ange-gebenen Gründen unnütz ist und die Messung des von derLuft noch eingenommenen Raumes nach dem Oeffnen des De-ckels nur mit Mühe bewerkstelligt wird. Ungleich zweckmä-ßiger dürfte es seyn, das von seinen übrigen Theilen befreiteWassergefäfs B vor dem Gebrauche leer und nach dem Ver-VI. Bd. Lllll