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Durch sieht igkeitund Farbe.
liegende Muscheln sehen konnte 1 . Aus dieser grofsen Trans-parenz des Seewassers ist erklärlich, dafs die convexen Lin-sengläser der Taucherglocken in 25 Fufs Tiefe noch als Brenn-linsen wirken , weil ungeachtet der Absorption des Lichtesdurch das Wasser immer noch genug vorhanden ist, um zueinem erhitzenden' Focus vereinigt zu werden.
52) Die Farbe des Meeres wird verschieden bezeichnet,sie ist nicht stets gleich, man hat sich vielfach bemüht, dieVeränderlichkeit derselben zu erklären, allein bis jetzt ist die-ses noch nicht vollständig gelungen, so dafs einer der ge-wiegtesten Beurtheiler dieser Sache, Al. v. FIumbolot, ob-gleich als eigener Beobachter und mit hinlänglichen theoreti-schen Kenntnissen ausgerüstet, das Problem für ein schwieri-ges und noch nicht vollkommen gelöstes erklärt. Handelt essich zuvörderst um die Farbe des Meeres im Allgemeinen undohne Einflufs irgend bedingender Umstände, so ist das See-wasser nach Scoresbx 2 ebenso klar und durchsichtig, als dasder reinsten Quellen, und blofs bei hinlänglicher Tiefe tritteine bestimmte und unveränderliche F'arbe hervor, nämlichUltramarinblau, die nur sehr wenig von der der reinen At-mosphäre verschieden ist und dadurch entstehn soll, dafs dieauffallenden Lichtstrahlen verschluckt, die blauen aber zurück-geworfen werden. Um hierüber sicherer zu urtheilen und dieTäuschungen zu entfernen, die durch den Einflufs der Son-nenstrahlen und der Wolken erzeugt werden, soll man dasMeer durch ein langes, inwendig geschwärztes Rohr betrach-ten, welches bis fast zur Oberfläche hinabreicht, um die seit-wärts einfallenden Lichtstrahlen abzuhalten, die Täuschungenveranlassen , und dann werde man die eigentliche blaue Farbeder See genau wahrnehmen. V. FIumb'oldt 3 4 stimmt hiermitin gewisser Beziehung überein. Zur Messung der Farbe desOceans bediente er sich des Kyanomelers *, obwohl die Farbedes Meeres meistens grün ist, blofs um die Tiefe der Fär-bung zu vergleichen, und er fand bei schönem, heiterem Wet-ter die Tiefe dem 33sten, dem 3Ssten, selbst dem 44sten
1 Scoresby Account T. I. p. 181.
2 Account of the Arctic Begions. T. I. p. 173 ff.
3 Beiten. D. U«b. Th. I. S. 384.
4 S. Kyanomelcr, Bd. V. S. 1367,