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Durchsichtigkeit und Farbe.
im Eise eingeschlossen durch nichts getrübt ist, eine schwachhimmelhläuliche Farbe, welche in den Seen und Flüssendurch Beimischung gelblicher Pflanzen- und erdiger Theilegrün wird, und so miifste auch das Seewasser durch die vie-len in ihm belindlichen Theile aus allen drei Naturreichen einegrünliche Farbe annehmen; auf jeden Fall aber wäre eine sol-che Färbung, wollte man sie als blau oder als grün bezeich-nen, viel zu schwach, um die Tiefe der Färbung des Meeresdaraus genügend zu erklären , um so mehr, als nach dem, wasoben über die Durchsichtigkeit desselben gesagt worden ist, diein zunehmender Tiefe, bis znm Verschwinden alles durcbse-henden Lichtes gesehenen weiTsen und beliebig gefärbten Ge-genstände die Farben des Meeres nicht annehmen , wie noth-wendig geschehn miifste, wenn dieses den hierzu erforderli-chen Grad der Tiefe hätte.
53) Wenn ich alles dieses und besonders das so eben an-geführte unwiderlegliche Argument berücksichtige und zugleichauf eigene mehrfache Beobachtungen baue, so komme ich stetswieder auf dasjenige zurück, was ich bereits wiederholt ge-äul'sert habe*. Hiernach ist das Wasser der Seen und desMeeres allerdings etwas wenig grün .gefärbt, letzteres mehr alsersteres, und wenn man daher dasselbe vom Ufer oder voneinem Schiffe ans ohne den Einflnfs sonstiger Bedingungen be-trachtet, so dafs das tiefer eingedrungene und rellectirte Lichtzum Auge gelangt, so erkennt man leicht diese schwachebläulich-grüne Färbung. Allein nur selten ist dieses der Fall;denn wenn man dasselbe aus greiserer Ferne sieht, indem dieseine F'ärbung bedingenden Umstände fast nie fehlen, so nimmtman in der Hegel einen vielfachen Farbenwechsel bei denverschiedenen Theilen desselben und in ungleichen, nicht weitauseinander liegenden Zeiten wahr. Das blofs von der Ober-
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fläche zurückgeworfene Licht ist weifs und meistens blendend;bei trübem Himmel oder bei überall vorhandenem wenigemLichte dagegen ist das Meer, als spiegelnd und wenig Lichtrellectirend, dunkel. Ueberhaupt erscheint es daher zu dernämlichen Zeit an verschiedenen Stellen je nach der gröfsernoder geringem Menge des reflectirten Lichtes heller oder dunkler.
1 Yergl. Atmosphäre. Bd. 1. S. 500. und die Nachträge im Art.Meteorologie. Dann Art. See.
VJ. Bd.
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