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Meer.
doch ist nicht anzunehmen, dafs der Strom in die Tiefe her-abgehn sollte, vielmehr verliert er seine höhere Temperaturdurch seine weite Ausbreitung zwischen dem herabkommen-den Polareise. Nicht ohne Einflufs ist diese Bewegung fernerauf die Strömung, welche vom Nordpole herab gegen dieOstküste Grönlands stöfst, dort das Eis zu unzerstörbarenMassen aufhäuft und ihr tief erkaltetes Wasser, mit welchemsich das aus der Baffinsbay durch die Davis - Strafse herabkom-mende vereinigt, nach den Rüsten von Labrador und Neu-fundland treibt. Innerhalb des Polarkreises von den östlichenKüsten Rußlands bis nach'den Küsten von Grönland und La-brador ist die herrschende Strömung an der Oberfläche vonOst nach West, von Nordost nach Südwest und von Nord nachSüd, In der Behringstrafse fand Kotzebuk die Strömungnach Nordost gerichtet und eine Geschwindigkeit von 2,5 See-meilen in der Stunde innehaltend; es ist jedoch wohl gewifs,dafs sie höher hinauf sich wendet und in die allgemeineStrömung des sibirischen Polarmeeres sich verliert, die sichunter Spitzbergen hin bis nach Labrador erstreckt*. Es istindefs nicht blofs möglich, sondern wohl vielmehr wahrschein-lich, dafs der Hauptarm in entgegengesetzter Richtung an denNordküsten America’s hinfliefst und mit der südlich gerichte-ten Strömung in der Davis-Strafse zusammenhängt, worüberjedoch bei gänzlich fehlenden oder mangelhaften Nachrichtennicht wohl völlige Gewifsheit zu erlangen steht.
84) Es kann hier wohl nicht erwartet werden, aufser dererwähnten allgemeinen westlichen Strömung des Oceans, desdazu gehörigen Aequirioctial - Stromes und des hierdurch ent-stehenden Goiphstromes alle die zahlreichen bekannt gewor-denen Meeresströme namhaft zu machen, deren einige mannur auf grofsen, seltenen Seecharten angegeben findet, und eswird daher genügen, nur noch einige der wichtigsten zu nennen.Eine Hauptströmung darf man wohl mit dem Golphstrome inVerbindung bringen, wenn man annimmt, dafs die Hauptwäs-sermasse desselben von den Azoren sich in südlicher Richtunggegen die africanischen Küsten wendet und die Schiffe auf diesandigen Ufer der Nordwestküste Africa’s als ersehnte Beuteder räuberichen Horden jener Districte zu tTeiben droht. Ei—
1 Scoaim a. a. 0. p. 213.