1788
Meridiankreis.
gene starke metallene Vorrichtung ab bewirkt. Der Theil adieser Vorrichtung ist ein starkes, in den Pfeiler fest einge-lassenes Stahlstück und der Theil b ist eine solide Platte oderein Arm von Messing, der an seinem obersten Theile bei dmit der Mitte der Alhidade durch starke Schrauben befe-stigt ist. Beide Theile sind bei c durch eine horizontale, feineSchraube mit einander in Verbindung gesetzt. Mittelst dieserSchraube kann man die ganze Alhidade etwas weniges um ih-ren Mittelpunct drehn, um ihr die gehörige Lage zu geben,die dann während der Beobachtungen unverändert dieselbebleiben soll. Um sich von der Unveränderlichkeit dieser Lage zuversichern oder um von den kleinen Veränderungen, wel-chen sie ausgesetzt seyn mag, Rechnung zu tragen, wird anden Speichen dieser Alhidade, bei d, eine Libelle befestigt,welche jede Aenderung der Alhidade sogleich anzeigt, woraufman dann auch durch die erwähnte Schraube bei c diese Aen-derung wieder verbessern kann.
Line ähnliche Vorrichtung hat man auch an dem andernPfeiler Q. Auch hier ist ein in diesen Pfeiler befestigtesStahlstück a' mit dem metall-nen Arm b'. Dieser Arm endetoben mit einem starken Ringe, der die Rotationsaxe AB anihrem Ende B frei umgiebt, so dafs diese Axe sich frei indiesem Ringe drehn kann. Allein durch die Mitte diesesArms und längst der Richtung c d geht eine Stahlstange,deren unteres Ende bei c in einer verticalen Schraubenmutterläuft. Diese Stahlstange kann mittelst eines an ihrem unter-sten Ende bei c' befindlichen Schraubenkopfs erhöht werden,so dafs dann ihr oberster breiter, in einen Halbmond auslau-fender Theil bei d' an die Rotationsaxe A B angedrückt wird,wodurch die freie Rotation dieser Axe A B aufgehoben wer-den kann.
Wenn man mit diesem Instrumente einen Stern beobach-ten will, so schraubt man zuerst diese Stahlstange abwärts, sodafs die Rotationsaxe frei wird, und bewegt dann diese AxeAB, also auch das damit fest verbundene Fernrohr und denaufsern Kreis so lange, bis der zu beobachtende Stern im Fel-de des Fernrohrs erscheint. Dann schraubt man die Stahl-stange wieder aufwärts, so dafs ihr oberer Theil an die Axedrückt und durch seinen Druck alle weitere freie Bewegungder Axe oder des Fernrohrs hemmt. Allein auch in dieser ge-