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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meridiankreis.

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Instruments genau horizontal gestellt seyn. Wie dieses zu er-halten ist, werden wir weiter unten sehn. Ebenso wird man,wenn man einen eben durch das Feld des Fernrohrs gehendenStern auf einen der horizontalen Fäden stellt, sehn, ob derStern, so lange er im Felde sichtbar ist, immer den Weg desFadens verfolgt, wodurch die Horizontalität des Fadens con-statirt wird. Wenn man auf diese Weise das Fadennetz inallen seinen Theilen berichtigt hat, so wird man zu den Be-richtigungen des Instruments selbst schreiten. Wir wollendiese nach der Ordnung kurz anfiihren , weil die Wichtigkeitdieses Instruments die Kenntnifs dieser Rectilicationen erfor-dert und weil sie auch zugleich bei andern Instrumenten, oftnur mit kleinen ModiAcationen, nützlich angewendet werdenkönnen.

I. Die optische Axe des Fernrohrs mufs auf der Dre-hungsaxe A B des Instruments genau senkrecht stehn. DieseAxe ist diejenige gerade Linie, welche die Mitte des Objectivsdes Fernrohrs mit dem Brennpuncte desselben verbindet unddie, wie bereits erwähnt, auch auf der Ebene des Fadennetzessenkrecht stehn mufs. Wenn nämlich diese senkrechte Stel-lung der optischen Axe auf der Drehungsaxe nicht statt hat,so wird das Fernrohr, selbst wenn die Drehungsaxe horizon-tal ist, keinen Höhenkreis beschreiben, also auch nicht in derEbene des Meridians auf und ab gehn, wie dieses doch noth-wendig von dem Instrumente gefordert wird.

Um diese Stellung der optischen Axe zu erreichen, wirdman den mittlern verticalen F'aden auf ein wohlbegrenztes,entferntes Object stellen und dann das ganze Instrument inseinem Lager umwenden, so dafs der Kreis m n auf die Seitedes andern Pfeilers zu stehn kommt. Trifft der F'aden, in die-ser zweiten Lage des Instruments, jenes Object wieder in dem-selben Punct, so steht die optische Axe richtig. Im entge-gengesetzten Falle aber wird man den mittlern F’aden, mittelstder dazu bestimmten Schraube, um die Hälfte des bemerktenFehlers verbessern und dann das angezeigte Verfahren so langewiederholen, bis man keine Fehler mehr bemerkt.

Obschon man auf diese AVeise den Fehler der Axe oderden sogenannten Collimationsfehler des Instruments sehr kleinmachen kann, so läfst er sich doch nur schwer ganz weg-bringen, und selbst wenn er weggebracht ist, wird man nicht