Meridiankreis.
1797
zeict, so hat man, wenn k den schon bekannten Werth ei-nes Theilstrichs der Libelle in Kaumsecunden bezeichnet,
b
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wo b der gesuchte Winkel in Zeitsecunden ausgedrückt ist,welchen die Rotationsaxe mit dem Horizonte bildet. Ist die-ser Winkel b noch beträchtlich, so wird man ihn dadurchverkleinern können, dafs man die Unterlage des einen oderdes andern Endes der Schraube bei A oder B, mittelst derdazu bestimmten Schraube, um die Hälfte des gefundenen Feh-lers erhebt. Dasselbe Verfahren wird man dann so lange wie-derholen, bis der Fehler b so klein ist, dafs man ihn durchdieses mechanische Mittel nicht gut mehr verringern kann..
111. Wenn so die beiden Fehler b und c berichtigt sind,so wird das Fernrohr, wenn man es auf und ab bewegt, dieEbene eines Verticalkreises beschreiben. Allein es soll nur inder Ebene desjenigen Verticalkreises, der zugleich durch diebeiden Pole geht, liegen, oder es soll, seiner oben erwähntenBestimmung gemäls, die Ebene des Meridians beschreiben.Nehmen wir an, dafs der von der optischen. Axe des Fern-rohrs beschriebene Verticalkreis mit dem Meridiane chen kleinenWinkel a bilde, so dafs also a das Azimuth dieser optischenAxe ist. Um diesen Winkel a zu finden, sey t die Uhrzeitdes beobachteten Durchgangs eines bekannten Sterns, dessenRectascension a und Declination d ist, durch den Mittelfadendes Fernrohrs, und man setze der Kürze wegen
__ Sin. (y — d)
~ " Cos. 3 *
wo tp die Folhöhe des Beobachtungsortes bezeichnet. Für ei-nen zweiten Stern seyen dieselben Gröfsen
„ , , Sin. («jp — d)
t, «, o und m == —-■g; -.
Nimmt man an, dafs die optische Axe des Fernrohrs, wäh-rend der Bewegung desselben, auf der Südseite des Zenithsöstlich vom Meridian liege, und dafs ferner die zu diesemZwecke gebrauchte Uhr, zur Zeit der Beobachtung, um x Se-cunden zu spät gegen Sternzeit gehe, so hat man für den er-sten Stern
x = a — t — m. aund ebenso für den zweiten