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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1HS Meteorologie.

Die Gegenstände, deren Untersuchung der Meteorologieanheimfällt, sind zunächst die Meteore oder Lufterscheinungen.Man theilt sie in verschiedene Classen ab, namentlich in li/J-tige , wozu die Winde gehören, in wässerige oder Hydrome-teore, wozu die Verdunstung, Thau, Reif, Nebel, Wolken,Regen , Glatteis, Hagel und Wasserhosen gerechnet werden,in feurige oder elektrische und auch wohl phosphorische,wozu Blitz, Donner, Wetterleuchten, Nordlicht, Zodiakal-oder Thierkreislicht, Feuerkugeln, Sternschnuppen und Irr-lichter gezählt werden, und endlich in glänzende oder opti-sche, worunter man Regenbogen, Höfe, Nebensonnen undNebenmonde versteht. Daneben erstrecken sich die meteoro-logischen Untersuchungen noch auf zwei Hauptaufgaben, dienicht zur Classe der eigentlich sogenannten Meteore gehören,aber mit ihnen im innigsten Zusammenhänge stehn , nämlichauf den wechselnden Luftdruck und die hierdurch bedingtenRarometerschwankungen und auf den Gang der Wärme, wo-durch die klimatischen Verhältnisse der verschiedenen Ortehauptsächlich bedingt werden.

Hiernach sind also die Grenzen, bis wohin das Gebietder meteorologischen Untersuchungen sich erstreckt, bestimmtangegeben; sie reichen nicht über das Gebiet unserer At-mosphäre hinaus, und obgleich Sternschnuppen nebst Feuer-kugeln sich in gröfsern Höhen zeigen, auch das Nordlichtnach einigen, wiewohl nicht zuverlässigen Beobachtungen in grö-ßerer Entfernung von der Erdoberfläche gesehn worden seyn soll,als wohin unsere Atmosphäre reicht, so kommen diese dochunbestreitbar innerhalb unsers Luftkreises und selbst nahe überder Erde zum Vorschein. Wenn daher einige Gelehrte dieUntersuchung über die Himmelskörper und über einen proble-matischen Aether im Welträume mit in den Bereich der Me-teorologie ziehn, so laufen sie Gefahr, aus einem an wohlbe-gründeten Thatsachen überreichen Gebiete der Wissenschaftensich in einen endlosen dunkeln Raum zu verirren, wo -dieungeregelte Phantasie nach Traumbildern zu haschen veran-lafst wird. Selbst die Erscheinung des tellurischen Magnetis-mus, die Beobachtungen der Variationen und Intensitäten derMagnetnadel, bilden nach meiner Ansicht einen besondern,nicht eigentlich zur Meteorologie gehörigen Zweig, welcherfüglicher den Untersuchungen über den Magnetismus im All-