1820
Meteorologie.
abgehandelt, und diesemnach kommen die unter No. II. und111. gehörigen einzeln vor, so dafs also hier nur eine nähereBetrachtung der ersten und letzten Abtheilnng statt haben könnte.Zur Bequemlichkeit der Uebersicht wird es jedoch zweckmä-ßig seyn, alle zur Meteorologie gehörige Gegenstände nam-haft zu machen. Hierzu kommt jedoch außerdem der wich-tige Umstand, daß verschiedene der hierher gehörigen Artikelbereitsvor mehrern Jahren abgehandelt, seitdem aber bedeutenderweitert worden sind, und es bietet sich daher hier die schick-lichste Gelegenheit dar, das etwa Uebersehene und das späterHinzugekommene jetzt nachzuholen und zugleich das Mangel-hafte zu verbessern, um dadurch unser Werk der wünschens-werthen und billig zu erwartenden Vollständigkeit möglichstnahe zu bringen.
I. Ge s clt i c li 11 i c li e Uebersicht uessen, wasbisher in der Meteorologie geleistetund d e r A r t, wie sie behandelt wurde.
1) Was die alten Griechen und Römer für die Meteoro-logie thaten, beschränkt sich auf Beobachtungen, die allerdingsnicht ohne Werth sind, wie sich bei ihrem scharfen Verstündeund ihrer gespannten Aufmerksamkeit auf alles Vorkommendenicht anders erwarten läßt. Inzwischen können diese nichtweiter reichen , als bis zu demjenigen, was ohne meteorologi-sche Werkzeuge möglich ist, an denen es ihnen gänzlich man-gelte. Diesemnach fallen alle Messungen bei ihnen von selbstweg, sie konnten zu keiner genügenden Theorie gelangen undihre Erklärungen, so sehr sie übrigens von Scharfsinn zeigen,können gegenwärtig nicht mehr befriedigen. Bei weitem ammeisten hat Ahistoteles in seinen, diesem Gegenstände ge-widmeten , vier Büchern 1 und sonst an verschiedenen Stellenseiner Schriften geleistet, so daß er bis auf die spätesten Zei-ten herab als Autorität galt. Ihm folgte sein Schüler Theo-PHRAstus, von dessen Schriften über die Meteorologie jedoch
1 Diese 4 Bücher ‘Meteorologien des Aristoteles hat Ideler ineiner vollständigen kritischen und exegetischen Ausgabe herauszugebenversprochen.