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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorologie.

rologie, und der Physiker, welcher es versucht, diese aufzufinden , fühlt sich überall verlassen wegen des Mangels an ge-nügenden Thatsachen. Die Ursache hiervon liegt am Tage.Die Witterung irgend eines Ortes wird nicht durch diesen undan ihm bedingt, sondern unterliegt Einflüssen aus weit ent-fernten Gegenden. Die übergrofse Menge der an einem ein-zelnen Orte aufgezeichneten Thatsachen kann daher blofs zurBeantwortung irgend einer speciellen Frage dienen, aber eineUebersicht des Ganzen und ein Mittel zur Auffindung allge-meinerer Ursachen und Gesetze kann sie nicht gewähren.Theorie und Erfahrung beurkunden auf gleiche Weise, dafshierzu eine Zusammenstellung gleichzeitig an mehrern weitentlegenen Orten angestellter Beobachtungen unumgänzlich-thig ist. Ein merkwürdiges Beispiel, wieviel durch vereinteMitwirkung Vieler geleistet werden kann , hat die meteorolo-gische Societät zu Mannheim geliefert, welche zu einer Zeitthätig, als die Physik und namentlich auch die Meteorologienoch in der Kindheit waren, mit Werkzeugen versehn, diekeineswegs auf grofse Vollkommenheit Ansprüche machen durf-ten , und über einen geringem Flächenraum sich ausdehnend,als gegenwärtig leicht zu bewerkstelligen wäre, dennoch einenSchatz von Thatsachen hinterlassen hat, zu welchem nochjetzt alle diejenigen Gelehrten ihre Zuflucht nehmen , welcheallge meine Regeln der Witterung aufzufinden sich bemühen.Der Kurfürst Carl Theodor stiftete diese sogenannte Socie­ tas meteorologica palatina , an deren Spitze der Abt Hemmerals Director stand. Die Gesellschaft versandte auf ihre Ko-sten verglichene Barometer, Thermometer mit achtzigtheiligerScale, Federkielhygrometer, denen sie in einzelnen Fällennoch ein Brandersches magnetisches Declinatorium hinzufügte.In der beigegebenen Anleitung zum Gebrauche dieser Instru>mente war auch der Wunsch ausgedrückt, dafs die Beobach-ter sich mit einem Luftelektrometer, einem Windmesser, Re-genmafse und mit einem Verdunstungsmesser versehn möch-ten. Die Beobachtungen sollten täglich dreimal, Morgens um7 Uhr, Nachmittags um 2 und Abends um 9 Uhr angestelltund mit pafslichen Bezeichnungen in eine Tabelle eingetragenwerden. Hemmer hat nicht blofs eine Anleitung zur Anstel-lung dieser Beobachtungen 1 , sondern auch die erhaltenen Re-

1 Descriptio instrumeutorum soc. meteor. palatinae. Muuh. 1782.4.