1835
Apparate. Barometer.
angemessensten seyn, diese auch hier beizubehalten, wobei essich von selbst versteht, dafs jederzeit auf die einzeln vor-kommenden Artikel verwiesen wird und blofs die bereits ab-gehandelten die etwa nöthig gewordenen Zusätze erhaltenkönnen.
1) Atmometer , Atmidometer oder Verdunstungsmesser.Es scheint mir unnöthig, zu dem, was hierüber gesagt wor-den ist 1 , noch weiter etwas hinzuzusetzen, und würde dieses,wenn es erforderlich wäre, bequemer bei der Untersuchung derVerdunstung geschehn.
2) Barometer. Ueber dieses wichtige meteorologischeWerkzeug wurde zwar oben 2 bereits ausführlich gehandelt,allein es ist seitdem so viel Neues hinzugekommen, dafs hiereinige Nachträge nicht fehlen dürfen. Bekanntlich entdeckteEvangelista Toiuucelli im Jahre 1643 die Wirkung desLuftdruckes, durch welchen die Quecksilbersäule in der Glas-röhre getragen wird, und Pascal, um die neue Theorie zuwiderlegen, veranlafste erst in einem Briefe vom 15. Novbr.1647 seinen Schwager Periuer zu Clermont, das Barometerauf den 500 Toisen hohen Fuy de Dome zu tragen, welchesdieser am 19. Nov. 1649 vollführte und dann bemerkte, dafsdie Quecksilbersäule dort um 3'' t'",5 niedriger stand, als amFufse dieses Berges 3 . Hiernach hält man Pascal allgemeinfür den Erfinder des barometrischen Höhenmessens. Allein mitdieser, aus den hier genau angegebenen Thatsachen entnom-menen Folgerung stimmt nicht überein, was Libiu 4 5 aufge-funden hat, wonach Behigüakdus* erzählt, dafs schon 1643die eben erfundene Torricelli’sche Röhre in Toscana zum Mes-sen der Berghöhen gebraucht worden sey.
13) Ueber die Verfertigung der Barometer mö'ge hier nochnachträglich bemerkt werden, dals nach Winkler . 6 die Rei-nigung des Quecksilbers am leichtesten und sichersten bewerk-stelligt wird, wenn man einen Theil reinen Schwefel schmelzt,
1 S. Atmometer. Bd. J. S. 432.
2 S. Barometer. Bd. I. S. 759.
3 Dr. Lee Recherche« sur lea modifications de l’Atmosphere. T.I. p. 222.
4 Ann. Chim. et Phya. T. XLVI. p. 356.
5 Circulus Pisanus T. VIT. p. 621. ed. 1643.
6 Büchner Kepert. Bd. XXXII. S. 269-