1838
Meteorologie.
ehern Künstlern bisher schon zu geschehe pflegte, da ohnedieses Mittel die bessern Barometer diejenige Uebereinstimmungnicht zeigen würden, die man an ihnen wahrnimmt. Kubfferhat ein Heberbarometer angegeben, bei welchem die meisten dergenannten Fehler vermieden sind, allein die Beobachtung des-selben ist sehr zusammengesetzt und dadurch zeitraubend, au-fserdem aber ist zwar der Einflufs eines geringen AntheilsLuft im Vacnum des Instruments auf eine sehr sinnreiche Weisevermieden, allein sofern bei nicht ausgekochten Barometernsich nach und nach etwas mehr Luft aus dem Quecksilberauszuscheiden pflegt und hierdurch die Capillardepression eineAenderung erleidet, letztere aufserdem von der Eigenthüm-lichkeit des Glases abhängt, so wird auf diese Weise die ge-suchte absolute Genauigkeit doch nicht vollständig erreicht,diejenige Unsicherheit nicht zu erwähnen, welche hinsichtlichder nicht angegebenen Weite der Röhren, namentlich in Be-ziehung auf Heberbarometer, stets noch zurückbleibt.
16) Seit der Bekanntwerdung des Art. Barometer in die-sem Werke und zum Theil hierdurch veranlafst wurde dieAufmerksamkeit der Physiker vorzüglich auf die Constructiongenauer Barometer gerichtet, hauptsächlich weil man sich inFolge der von der Berliner Akademie im Jahre 1823 ausge—gangenen Aufforderung zu gleichzeitigen Beobachtungen an denbekanntesten Orten Deutschlands überzeugte, dafs die vonde Luc so sehr empfohlenen Heberbarometer, obgleich sie dieabsolute Länge der durch den Luftdruck getragenen Queck-silbersäule unmittelbar aDgeben, doch namentlich wegen desunbestimmbaren Einflusses der Capillarität 1 dasjenige nicht lei-sten , was man sich von ihnen versprach. Zwei einanderwechselseitig bedingende Hindernisse eines richtigen Ganges waren es vorzüglich, die bei dem Barometer beseitigt werdenmulsten, wenn sie zuverlässige Apparate seyn sollten, und ohnewelche aller Fleifs der Künstler vergebens an ihnen ver-schwendet war. Als erste Ursache zu Fehlern ist die Capil-larität zu nennen, die für feine Bestimmungen nicht blofsUnrichtigkeiten der absoluten Barometerhöhen herbeiführt, son-dern bei engen Röhren auch mit einer Unempfindlichkeit zu-sammenfällt , welche die feinsten Oscillationen wahrzunehmen
1 Vergl. Kcpffe* in Me'm. de Petersbourg. VIme Ser. T. II.