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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorologie.

malbarometer anzustellen, womit billig jedes grö'fsere physika-lische Cabinet früher, als mit andern, meistens nur zur Belu-stigung dienenden Apparaten versehn seyn seilte. Im Ganzenist jedoch die Abweichung der verschiedenen Barometer voneinander so grofs nicht, als man nach den angestellten Be-trachtungen fürchten miifste, denn nach den Vergleichungenvon Sc m ü lt lek 1 2 steht IIokner’s Gefäfsbarometer 0,06, For-tin’s Gefäfsbarometer auf dem St. Bernhard 0,02, desselbenGefäfsbarometer auf der Sternwarte zu Genua 0,06, Carlim’sBarometer zu Mailand 0,07 par. Lin. niedriger, als das Nor-malbarometer von 14,5 Lin. Durchmesser zu Tübingen .

21) Nach den gehaltreichen Untersuchungen von Boh-neniierger und den Erfahrungen von Bessel, deren Gewichtncch durch das Zeugnifs von Poggestdokfp 2 erhöht wird,welcher an dem trefflichen Pistor’schen Barometer keineswegseine constante Gestalt der Quecksilberfläche wahrnahm, indemsie sich vielmehr bald von schöner Wölbung, bald flach undundeutlich in ihren Umrissen zeigte, unterliegt es wohl kei-nem Zweifel mehr, dafs man die von hartem , wenig Kali ent-haltendem Glase gewählten Barometerröhren auskochen müsse;denn ohne dieses Mittel ist die Entfernung von Luft, diesich selbst beim Eingiefsen des Quecksilbers eindrängt, garnicht möglich. Diese Operation hat jedoch bei weiten Röh-ren, deren innerer Durchmesssr 6 par. Lin. übersteigt, sehrgrofse Schwierigkeiten, insbesondere wenn man sie bis ansobere Ende der Röhren fortsetzen will. BoHNEyuERGER kochteden untern Theil seiner Röhre in einer Sandcapelle aus, schobdann überden hervorragenden Theil einen kleinen Ofen, wel-cher in seiner Axe eine aus Draht geflochtene Höhlung hatte,und kochte so bis ans Ende aus, indem stets bis nahe zumSieden erhitztes Quecksilber nachgegossen wurde. Dieses Ver-fahren ist gefährlich und auf jeden Fall abschreckend müh-sam, aufserdem aber unsicher, insofern das zugegossene, nochLuft enthaltende oder beim Eingiefsen auffangende Quecksil-ber, sobald es kälter ist, als das in der Röhre befindliche,durch sein greiseres Gewicht sogleich herabsinkt und sich demSieden entzieht. Das vorgeschlagene Mittel, die zu Gefäfsba-

1 Kästner’» Archiv Brt. VII. S. 74.

2 Dessen Annalen XXVI. 453.