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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1894
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1894

Meteorologie.

Da bei so genauen und lange anhaltenden Messungen auchkleine Werthe von Wichtigkeit sind, so verdient hierbei be-achtet zu werden, dafs die negative Osciilation zwischen 22Uhr und 5 Uhr im Sommer und Herbst wieder positiv ist,so dafs also der erst mit zunehmender Breite sich zeigendeUnterschied der Jahreszeiten, wonach im Ganzen dem Sommerdie stärksten Oscillationen zugehören, auch hier durch einenUebergang vom Negativen zum Positiven zum Vorschein kommt.Die positive Osciilation zwischen 5 Uhr und Mitternacht istbei weitem am stärksten im Herbst, minder stark im Winterund negativ im Frühling. Dieser Umstand scheint mir jedochkaum der Beachtung Werth, denn der Ueberblick der einzel-nen Monate zeigt einen solchen regellosen Wechsel, dafsdamit ein bleibendes Gesetz nicht wohl bestehn kann.

39) Der EinfluTs der geographischen Breite auf die Grö-fse der Osciilation ist demnach keinen Augenblick zu ver-kennen und man kann dieselbe daher als eine Function] desCosinus der Breite betrachten, entweder als eine einfache oderals eine zusammengesetzte. Kämtz 1 wählte früher die letztere,ebendieses geschah durch Hällström , welcher dafür fol-genden Ausdruck aufstellte:

z = 0,3931 — 2,3536 Cos. <p + 4,5GS7 Cos. * qp,

worin z den Unterschied zwischen dem gröfsern Maximum unddem kleinern Minimum in par. Lin. bezeichnet. Bouvakdbetrachtet die Gröfse der Osciilation gleichfalls als eine Fun-ction des Quadrats des Cosinus der Breite, führt jedoch sei-ner Theorie gemäfs einen aus der Temperatur entnommenenCoelficienten ein , Kämtz entlehnt die Constanten aus den Be-obachtungen und erhält hiernach unter der Voraussetzung, dafsfür beide Hemisphären das nämliche Gesetz gilt, den Aus-druck

z = — 0"',149I + l'",G028 CosFordes erhält auf gleiche Weise in Millimetern, die ich je-doch , der leichtern Uebersicht wegen, auf par. Linien re-ducire, ,

z = — 0"',1552 + l"',33S9 Cos.*?,.

Eine Zusammenstellung der beobachteten und nach seiner Formelberechneten Werthe von Kämtz zeigt eine sehr genaue Ue-

1 Schweigg. Journ. N. R. Th. XXIX. S. 157.