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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorologie.

b) Man darf die hierdurch bewirkte Ausdehnung nebstderen Folgen nicht für sich allein betrachten, sondern mitRücksicht auf die Trägheit der in Bewegung kommenden Ge-sammtmasse.

c) Vor allen Dingen ist zu berücksichtigen, dafs jedeMasse einer Flüssigkeit, sobald sie einmal in Bewegung gesetztworden ist, diese von selbst wellenartig regelmäfsig wiederholt.Wenn daher die Erde plötzlich still stände (dieses Aufhörenihrer Rotation einmal ohne weitere Folgen als möglich ange-nommen), so würden die barometrischen Oscillationen nocheine Zeit lang regelmäfsig fortdauern und erst nach allmäli-ger Abnahme gänzlich aufhören, wie die Wellen des Oceansnach einem in Windstille übergehenden Sturme. Dafs diesesGesetz nicht blofs auf Wasser und sonstige tropfbare Flüssig-keiten , sondern auch auf die Luft Anwendung leide, bedarf,wie ich glaube, keines Beweises.

Denken wir uns diesemnach die ganze Atmosphäre derErde als ruhend und die Erwärmung derselben, mit Aus-schluss dieser Einwirkung auf die untere Erdhälfte, auf derObern beim Aufgange der Sonne anfangend , so mufs die Lufthier ausgedehnt werden und einen vermehrten Druck auf dasBarometer ausüben. Das Steigen des Barometers mufste alsofür irgend einen gegebenen Ort um iS' 1 anfangen; dafs esschon um 16’ 1 beginnt, liegt in einer Verspätung der Ge-sammtperiode, wie sogleich gezeigt werden soll. Die er-wärmte Luft wird demnach anfangen sich auszudehnen, alleindiese nach allen Seiten hin beginnende Ausdehnung wirddurch die Trägheit der in Bewegung zu setzenden Masse ge-hindert, die nicht anders als allmälig überwunden werdenkann. Ist diese aufsteigende Bewegung einmal eingeleitet, sowird sie auf gleiche Weise fortdauern , demnächst ein Ueber-gewicht über die Ausdehnung erhalten und das Barometer mufswieder sinken, bis es sein Minimum erreicht, worauf dann,wenn auch diese Oscillation über den Zustand des Gleichste-wichts hinausgerückt ist, die entgegengesetzte beginnt, gleich-falls ihr Maximum erreicht, und das zweite tägliche Maxi-mum des Barometerstandes erzeugt die Erwärmung, und diehierdurch verursachte Schwankung läuft seit Jahrtausenden re-gelmäfsig um unsere Erde, auf der abgewandten Seite derErde entstehn daher die nämlichen Wellen, die sich der ecit-j