Apparate. Barometer. 1913
sicher, für so vielseitig bedingte Phänomene allgemeine Ge-setze aufzustellen.
Zur genauen Bestimmung des mittleren Barometerstandessind so viel längere Zeit anhaltende Beobachtungen erforder-lich, je mehr die einzelnen Barometerhöhen von der mittlerenabweichen. Dieses ersieht man deutlich aus einer Verglei-chung der mittleren Barometerstände an den nämlichen Ortenin verschiedenen Jahren. Als Beispiel diene unter andern Frei-burg in der Schweiz , wo das auf 0° reducirte Mittel aus denum 2 t und um 3 Uhr angestellten Beobachtungen im Jahre1828 = 705,95, im Jahre 1829 = 705,24, irn Jahre 1830= 706,692, 1831 = 706,12, 1832 = 707,745 und 1833= 706,66 Millimeter gefunden wurde 1 . Scuouw 2 hat fernerdurch eine tabellarische Zusammenstellung gezeigt, dafs derUnterschied der jährlichen und monatlichen Mittel mit denGraden der Breite bedeutend zunimmt. Es waren nämlich
jUnterschied der unter sich abweichenden
Orte
Breite
jährlichen
Mittel
monatlichen
Mittel
Felix - Harbour 3
60° 59'
2 Jahre
0'",29
2J.8Mon.
7"',05
64
8 —
1,80
12 Jahre
15,92
Kopenhagen
56
12 —
1,82
11 —
11,39
53,5
6 —
1,18
—
—
49
11 —
1,56
11 —
7,53
44,5
4 —
0,82
5 —
6,15
41
7 —
0,94
7 —
6,06
St. Thomas
19
—
—
1 —
1,75
Christianborg .
5,5
—
—
22 Mon.
1,92
Hieraus scheint hervorzugehn, was sich auch in andern Be-ziehungen zeigt, dafs das Barometer innerhalb des nördlichenPolarkreises sich derjenigen Regelmäfsigkeit wieder nähert, dieihm in der äquatorischen Zone eigen ist.
45) Vor allen Dingen ist erforderlich, die mittleren Ba-rometerstände von solchen Orten zu haben, deren Höhen über
1 Biblioth. univ. 1834. p. 88.
2 Poggendorff Aun. XXVI. 399.
3 Ross Narrative cet. Appendix.