1920
M eteorol ogie.
welche auf einem geringen Unterschiede der Temperatur oderdes mittleren Barometerstandes bernlin kann.
49) Um bei bekannter Höhe über dem Meeresspiegel diegefundene Barometerhöhe von 334,0503 par. Lin. auf diesenzu reduciren, darf man nur die Formel für das barometrischeHöhenmessen umkehren, wonach also
L.S.H^e.h+x Graäv» Si+.+o )
X ((1+0,«J271I Co>.2 9>j)
wird, und findet hiernach, x =317,5 par. Fufs gesetzt, fürdie mittlere Temperatur t' zu Mannheim = 8°,13 und t imSpiegel des Meeres = 8°,63 R.
die mittlere Barometerhöhe für Mannheim , auf 0° C. undden Spiegel des mittelländischen Meeres reducirt, = 33S,24
par. Lin.
Den mittleren Barometerstand auf 0° C. und den Meeresspie-gel reducirt, jedoch ohne Rücksicht auf die geographischeBreite, giebt Schuckbuhoh =337,7469, Oriahi =337,4011und AragO = 337,28176 par. Linien an 1 , sämmtliche Be-stimmungen kleiner, als die hier gefundene. Aus den nach-folgenden Untersuchungen wird aber hervorgehn, dafs es kei-nen allgemeinen Normalbarometerstand im Niveau des Meeresgiebt, sondern dafs derselbe theils in gewisser Hinsicht regel-mäfsig, theils regellos wechselt. Vor allem andern mufs da-her untersucht werden, was die Erfahrung darüber angiebt.
Es ist bereits erwähnt worden, dafsScHouw, bewogen durchden unzweifelhaften niedrigen Barometerstand auf Island u. Grön-land , der Hypothese einer nach den Polen hin statt findendenAbnahme des mittleren Barometerstandes geneigt wurde. SeineUeberzeugung wuchs noch mehr, als ein von der meteorolo-gischen Gesellschaft zu Kopenhagen nach Island gesandtes Ba-rometer durch Vergleichung mit dem von Thohstkssen ge-brauchten die Richtigkeit desselben aufser Zweifel setzte, wo-nach also der mittlere Barometerstand zu Näs auf Island unter64° N. B. nicht mehr als 333,95 Lin. bei 0° C. betrug 2 .Dieser Barometerstand, mit dem verglichen, welchen L. von
1 Nach r. Humboldt in Hertha Th. IV. S. 14.
2 Froriep Notizen 1825. N. 255.