Meteore. Atmosphäre.
1995
z’ = (600 — 103,1 Sin. 2 q ,) (291t — 25,8 Sin. 2 <j>)
= 175000 — 45551 Sin. 2 <p + 2660 Sin. 2 (p,wonach die Atmosphäre unter dem Aequator = 175000 F. undunter dem Pole = 132109 F. Höhe haben würde.
85) Die hier mitgetheilte Darstellung verdient vorzüglichwegen der Eleganz des Calcüls Aufmerksamkeit; sonst aberkann man unter den angegebenen Voraussetzungen weit leich-ter zu demselben Resultate gelangen. Wenn nämlich der ab-solute Nullpunct bei — 266t Centesimalgraden liegt, überdiesen Punct hinaus aber keine Luft mehr bestehn kann, wennferner die Temperatur unter dem Aequator = 25° C. ist und600 Fufs Höhe für 1° Wärmeabnahme gehören, so folgt noth-wendig die Höhe der Atmosphäre unter dem Aequator
z = (266 !• + 25) X 600 = 175000 F.
Ist dagegen die Temperatur unter dem Pole = — t' in Cen-tesimalgraden und gehören dort 500 Fufs Erhebung für 1° C.Warme-Abnahme, so ist dort die Höhe
z' = (266| — ») X500 Fufs;
allein die schwierige Frage ist eben, ob alle diese Dedingun-gen sich wirklich in der Natur linden, was auf jeden Fallnicht wahrscheinlich ist 1 . Die auf diese Weise gefundeneHöhe ist übrigens ausnehmend klein und beträgt nur 7,66geographische Meilen, die letztere = 22S42 par. Fufs ange-nommen, die Dichtigkeit der Luft an der Grenze würde un-gefähr 0,001 derjenigen im Niveau des Meeres nach dem Ma-riotte’schen Gesetze betragen, die mittlere Temperatur =0° C.angenommen; ihre Dichtigkeit wird jedoch bei der vorausge-setzten Wärme - Abnahme bedeutend geringer, da die niedri-gem Schichten eine gröfsere Dichtigkeit hierdurch erhalten,mithin die an der äufsern Grenze dünner werden mufs, umbis zu der angenommenen Höhe hinaufzureichen.
86) Die Excentricität der Atmosphäre läfst sich aus dermitgetheilten Formel gleichfalls linden, leichter kommt manjedoch zum Ziele, wenn man die halbe grofse Axe des El-lipsoids aus der Summe des Erdhalbmessers unter dem Ae-
1 Eine ähnliche Methode zur Bestimmung der Höhe der At-
mosphäre von Kaziz in Wiener Zeitschrift Th. Vlir. S. 420. erwähneich nur beiläufig, da ihre ausführliche Beurtheilung zu weit führenwürde.