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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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1998
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i99S Meteorologie.

Regenmengen und andern meteorologischen Processen der Fallist. Der Regen vermindert den Kohlensäuregehalt, weil siclidieses Gas mit dem Wasser oder der befeuchteten Erde ver-bindet, doch kann ein plötzlicher Regen eine Vermehrungherbeiführen, vermuthlich weil das im Boden enthaltene Gasdadurch ausgetrieben wird, das Gefrieren dagegen vermehrtden iGehalt an Kohlensäure, so wie anhaltende Trocknifs,weil beide die Absorption durch das Wasser hindern, wel-cher Ursache es auch zuzuschreiben ist, dafs die über demSee aufgefangene Luft eine geringere Quantität dieses Gaseszeigte. In der Stadt war der Gehalt an Kohlensäure am Tagegröfser, als auf dem Lande, nahm aber dort in der Nachtweniger zu, als hier, und zeigte übrigens an beiden Ortenden nämlichen Wechsel. Um den Einflufs der Berge auszu-mitteln, wurden vergleichbare Versuche im Kalkgebirge desJura und Sal^ve ungefähr 3 Stunden von Chambaisy ange-stellt, woraus hervorging, dafs der Kohlensäure-Gehalt aufBergen gröfser ist, als in der Ebene, dafs er in der Nachtnur wenig wächst und übrigens an den durch Jahreszeit undFeuchtigkeitszustand bedingten Veränderungen Theil zu neh-men scheint, obgleich der letztere sich nicht stets mit Si-cherheit ermitteln läfst. Die Ursache der gröfsern Menge mufsin der geringem Zersetzung durch mangelnde Vegetation oderdarin zu suchen seyn, dafs das Regenwasser schneller ab-läuft. Ein starker Wind bewirkt Vermehrung, weil dann diereicheren oberen Schichten mit den unteren vermengt werden ;indefs wirkt hierbei die Gegend, woher die bewegte Luftkommt, sehr bedingend ein, so dafs vielmehr eine Vermin-derung erfolgt, wenn sie aus feuchten Gegenden herbeiströmt.Am entschiedensten ist das Resultat, dafs bei Nacht in derEbene auf freiem Felde die Menge der vorhandenen Kohlen-säure zunimmt, was wohl ohne Zweifel eine Folge der ge-ringeren Zersetzung ist und daher im Winter weniger starkhervortritt. Das Maximum des Kohlensäure-Gehalts zeigtsich daher gegen Ende der Nacht, das Minimum in der Mitte

des Tags, und der Unterschied beträgt etwa — der Gasmenge

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bei Tage. Regen und Verdunkelung des Himmels vermin-dern diesen Unterschied etwas, Thau und starker Tempera-turwechsel befördern ihn dagegen, Wind macht ihn ganz ver-