Band 
Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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2011
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Mbteore. Efagel. 2011

physische Ursache ihrer Entstehung, gehört in das Gebiet derMeteorologie.

3) Glatteis oder glatteisender Regen ist eine bekannteErscheinung. Beiden sind eigene Artikel gewidmet.

4) Hagel. 99) In der ausführlichen Untersuchung diesesIlydrometeors ist S. 35 ein Irrthum zu berichtigen, welchenKamtz 1 aufgefunden hat. Aus Nicolai’s Samml. von Anekdo-ten über Friedrich seit Grossee geht nämlich hervor, dafsdas oft erwähnte Hagelwetter zu Potsdam im Jahre 1707 garnicht statt gefunden hat, sondern weil dem Könige gesagtwurde, man rede in Berlin viel von einem bevorstehendenKriege, lief* er eine Beschreibung jenes starken Hagelwettersin beide Berliner Zeitungen aufnehmen, um Stoff zur Unter-haltung zu geben, und da die von Potsdam eingehenden Wi-derlegungen nicht aufgenommen wurden, hat sich die Sagedavon bis auf die neuesten Zeiten erhalten. Mehr begründetist die Nachricht von einem starken Hagelwetter am 2. Juli1441, wobei Hagelkörner l Pfund schwer herabgefallen seynsollen 1 2 . In Indien , zu Hurreechundurghur unter 3l u 57'N. B.und in einer Höhe von 3943 engl. Fufs, fällt nach Sykes 3 4 5nicht selten während der Stürme Hagel, dessen Körner 1 ZollDurchmesser und darüber erreichen und meistens aus klaremEise mit einem kleinen Sternchen und vielen von diesem aus-gehenden Strahlen bestehn. Sogar in Südafrica unter 31° 30*S. B. und 24° östl. Länge v. G. erlebte Burchell * am 13.und 19. März heftige Hagelwetter, wobei der Hagel bis zumfo. B -^Jen Tage unter dem Gebüsch liegen blieb und das Ther-mometer nach'Schätzung bis nahe auf 0° C. herabging. Dortgiebt es im April noch Nachtfröste, auch fällt zuweilen 2 Fufshoher Schnee, was nur daraus erklärlich wir«), dafs dort dieSüdspitze von Africa ihre gröfste Höhe hat. In Brasilien istder Hagel selten und besteht allezeit aus Würfeln mit ab»e-stumpften Ecken von der Gröfse eines Taubeneies®. Diese

1 Meteorologie. Th. It. S. 501.

2 Correspondenzblatt des würtemb. landwirthjchaftl. Vereins. 1831.Th. XIX. 3. 9.

3 Phil. Tran«. 1835. p. 190.

4 Reisen. Th. II. S. l75 ff.

5 Freyciket Voyag*. T. I. p. 93.