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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Meteorologie.

durch grofse Mühe und beharrliche Anstrengung vieler Ge-lehrten aufgefundenen Resultaten. Zuvörderst ist der Einflufsder Sonne vermöge ihres allbelebenden Lichtes und der ge-spendeten Wärme niemals zweifelhaft gewesen 1 , die vielbe-strittene Einwirkung des Mondes dagegen erfordert eine spe-cielle Untersuchung. Anfserdem aber sind alle meteorischenPhänomene, wenn wir die Sternschnuppen, Feuerkugeln unddie aus ihnen herabkommenden Meteorsteine als entschiedenkosmisch ausnehmen und ein entscheidendes Urtheil über dasZodiakal - Licht und allenfalls auch das Nordlicht einstweilenzurückhalten, auf die Grenzen unserer Atmosphäre beschränkt,die in Gemäfsheit der Resultate aller Untersuchung viel zuniedrig gefunden wurden, als dafs irgend einer der Planeten,noch weniger aber der in wahrhaft unermeßlicher Ferne be-findlichen Fixsterne einen Einflufs darauf äufsern könnte, undauch von den Kometen ist bisher keiner der Erde so nahegekommen, dafs eine nachweisbare Einwirkung desselbenfactisch begründet wäre, auf blofse Möglichkeiten und unbe-stimmte Conjecturen darf sich aber kein Physiker in seinemeigenthümlichen , ohnehin an dem mit Gewifsheit Gegebenenso reichhaltigen Gebiete einlassen.

119) Ein stark bedingender Einflufs des Mondes Ist von denältesten Zeiten her so allgemein angenommen worden, dafs vielenicht ohne einiges unverkennbares Gewicht hieraus ein Argu-ment für die Wahrheit der Hypothese hergenommen haben,weil dem sogenannten Volksglauben meistens etwas zum Grun-de zu liegen pflegt. Schon Virgil 2 glaubte an eine innigeVerbindung zwischen den Mondwechseln und der Witterungund so herrscht noch bis jetzt der Glaube sehr allgemein, dafsbeide im genauesten Zusammenhänge stehn, denn man erwar-tet die Wetterveränderungen meistens mit dem Eintritte derMondperioden. Manche partielle, im Volke herrschende Vor-stellungen verdienen kaum erwähnt zu werden, z. B. dafs bei

1 Vergl. Art. Sonne.

2 Georg. L. f. v. 432. sagt von den Mondphasen :

Sin orlu qnarto (namque it certiiiimu» auctor )Pura, neque obtusii per coelum cornibus, ibit,Tu tun et ille diet et qui nmcentur ab illoExactum ad memem pluvia ventisque carebunt.