Einflufs des Mondes.
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125) Das Problem erhielt unmittelbar nach Laelace’sBearbeitung eine ganz andere Gestalt durch die aus der Er-« fahrung entnommenen Resultate. FlAugergues 1 ist als der-jenige Gelehrte zu nennen, dem die Wissenschaft die endli-che Beantwortung dieser so lange ventilirten Streitfrage ver-dankt. Um den Einflufs der Sonne zu beseitigen, benutzteer die im wahren Mittage gemachten Beobachtungen, corrigirtedieselben gehörig und erhielt aus ihnen folgende der Kürzewegen hier blofs tabellarisch zusammengestellte Resultate.
Mittlere Bar. Höhe
Mondpuncte
Zahl d.Beob.
Z. L.
Milli-
meter
Allgemeiner mittlerer Barometerstand
6915
27 11,29
755,44
755,39
Pfeproond ..
234
11,27
Erster Octant.
234
11,26
755,37
Erste Quadratur ......
234
11,26
755,37
Zweiter Octant.
235
10,94
754,65
Vollmond.
234
11,20
755,23
Dritter Octant.
234
11,47
755,70
Zweite Quadratur.
234
11,68
756,32
Vierter Octant.
235
11,31
755,48
Nördliches Lunistitium ....
258
11,42
755,73
Südliches Lunistitium ....
258
11,28
755,42
Perigeum (Aequat. Parall. 60* 24”)Apogeum (Aequat. Parall. 54’ 4”)
252
10,97
754,72
252
11,46
755,82
Aus der Vergleichung des mittleren Standes mit dem im 2tenOctanten und in der zweiten Quadratur folgt, dafs das Baro-meter bis zum zweiten Octanten um 0,35 Lin. fällt und dannbis zpr zweiten Quadratur um 0,39 Lin. steigt. Da man fer-ner den synodischen Umlauf des Mondes mit seinem täglichenin Parallele setzen kann, letzterer aber 24 Stunden 50 Min.dauert, so folgt, dafs die gröfste Höhe des Barometers 6 Stun-den 12,5 Min. nach dem Durchgänge des Mondes durch denMeridian eintritt. Der Unterschied zwischen dem Stande imApogeum und im Perigeum beträgt 0,49 Lin., und wenn mandiese Gröfse mit dem Verhältnifs der Kuben der Abständemultiplicirt, so ist die Verminderung = 1,73 Lin. im Perigeum*und 1,24 Lin. im Apogeum, so dafs ohne Mond der mittlereStand 28 Z. 0,78 Lin. seyn würde. Feaugergues verglich
1 Biblioth. unir. T. XXXVI. p. 384. T. XL. p. 265.I. Bd.