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Meteorstein.
11} Man hat verschiedene Massen gediegenen Eisens »nOrten gefunden, wohin sie auf eine nicht leicht zu entzif-fernde Weise gekommen seyn müssen, und dieses führte dannzu der Vermuthung, dafs sie meteorischen Ursprungs seynmöchten. Ueber die Wahrscheinlichkeit dieser Hypothesekonnte nur ihre, chemische Zusammensetzung entscheiden undman nahm daher an, dafs ein Gehalt von Nickel, der sich inerwiesen meteorischen Eisenmassen fand, hierbei als Kennzei-chen diene. Klatroth 1 fand nämlich in der sibirischen Ei-senmasse 1,5 Procent Nickel, die von Agram, deren Ursprungunzweifelhaft ist, enthält davon nach v. Holgeh 11,84 Pro-cent, und da nach Klapuoth die von Hradschina 3,5; die ausMexico 3,25; die von Elbogen 2,5 Piocent dieses Metallggenthält, so betrachtet man dieses als genügendes Kennzeichen,sie gleichfalls für meteorisch zu halten. Die Eisenmasse vonLenarto enthält nach v. Holgeh gleichfalls 8,12 Procent Ni-ckel und aufserdem 3,59 Proc. Kobalt, die von Agram aber1^26 Proc. Kobalt, einen geringen Gehalt dieses letzteren Me-talle* haben Jons 2 und Stromeyer 3 auch in dem Capischenund sibirischen Eisen gefunden, in welchem letzteren Lau-tier* auch Chrom und Schwefel fand. Eine grofse von Lö-her* 1762 in Aachen gefundene, auf 15000 ff. geschätzte,genauer etwa 80 Ceotner betragende Eisenmasse war man ge-neigt fiir Meteoreisen zu halten, allein Monheim . 6 fand in 600Theilen derselben 500,5 Eisen; 90 Arsenik ; 4,5 Kieselerde;3 Kohlenstoff und 2 Schwefel, weswegen sie bei mangelndemNickel nicht zu dieser Classe gehört.
Auch bei Magdeburg wurde eine Metallmasse aufgefun-den, welche Stromeyer 7 für meteorischen Ursprungs hielt
1 Beiträge znr ehern. Kenntnifs der Mineralkörper. Th. IV. S.98. 101. Th. VI. S. 306.
2 Dessen chemische Untersuchungen. Th. V. S. 284. G. LVII.p. 119.
3 G. LVI. 191.
4 Mem. du Mnsde d’Hist. Nat. T. III. p. 341. Bullet philora.1823. p. 86.
5 Ckladhi a. a. O. S. 346.
6 Schweigger’s Journ. Th. XVI. S. 196.
7 Schweigger’s Neues Jahrb. Th. IV. S. 439. Poggendorff Ans.XXIV. 651. Kästner Archiv. Th. V. S. 238.