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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Bei Mikroskopen.

man diesen constanten Winkel und auch die Vergröberung desFernrohrs sehr genau kennen. Pearson giebt die Mittel an,diese zwei Gröfsen mit Schärfe zu bestimmen, auf welche ichdaher, der Kürze wegen, den Leser verweise. Man findetdarüber von demselben Verfasser (Pearso») drei Abhandlun-gen in dem I. Bande der Mem. of the astron. Society, Seite67, 82 und 102.

X. Mikrometer hei Mikroskopen. Im Allgemeinen sinddie Mikrometer bei Mikroscopen dieselben, wie bei den Fern-röhren , nur dafs man dazu vorzüglich die oben erwähntenSchraubenmikrometer zu brauchen pflegt. Da man hier sehrnahe Gegenstände vor sich hat, so braucht man nicht, wieam Himmel, blofs bei der Angabe des Sehwinkels stehn zubleiben oder blofs den scheinbaren Durchmesser deiselben inSecunden zu bestimmen, sondern man kann und soll auch inden meisten Fällen den wahren Durchmesser der mikroskopi-schen Objecte in Linien und Theilen derselben kennen ler-nen. Leeuwenhoek verfuhr dabei sehr einfach, indem er diedurch sein Instrument gesehenen Gegenstände mit kleinen Sand-körnern verglich, deren hundert auf die Länge eines Zollsgingen, und die er zugleich mit den andern Objecten in sei-nem Mikroskope betrachtete. Juris 1 wand einen feinen Sil-berdraht so dicht, als möglich, um eine Nadel und zählte dieUmwindungen in der Länge eines Zolls. Dann schnitt er denDraht in kleine Stückchen und streute dieselben auf die Un-terlage zugleich mit den zu untersuchenden Gegenständen,um die letzten mit der Dicke des Drahts zu vergleichen. Sofand er z. B., dafs vier Kügelchen im Menschenblute die Breiteeines Drahts bedeckten, von dem 485 Umwindungen auf ei-nen Zoll gingen, daher er den Durchmesser eines Blutkügel-chens gleich \ dividirt durch 485 oder gleich -j-s-Vv Zoll setzte.Hook’s Verfahren , mit einem Auge durch das Mikroskop dieGegenstände zu betrachten und mit dem anderen unbewaffnetenAuge andere gleich weit entfernte Gegenstände von bekannterGröfse anzusehn, dient nicht sowohl, die Gröfse jener Gegen-stände, als vielmehr die Vergröfserung des Mikroskops ken-nen zu lernen, obsehon man zu diesem letzten Zwecke auchbessere Mittel hat.

1 Dissert. upon physico - mattem. aabjecU. 1732.