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Mikroskop.
chen Objectivlinsen wird nämlich nicht nur die Abweichungwegen der Kugelgestalt der Linsen , sondern auch die Farben-zerstreuung derselben vollkommen weggebracht werden , wo-durch die Güte und Brauchbarkeit eines Mikroskops in so ho-hem Grade, wie bei den Fernrohren,! befördert werden mufs.Diese Farbenzerstreuung hat man früher blols durch eine zweck-mäfsige Stellung der Oculare zu erreichen gesucht, wie wirdavon in unserm letzten Beispiele eine Anwendung gesehn ha-ben. Allein es ist viel. sicherer und es ist selbst nothwendig,die Farbenzerstreuung des Doppelobjectivs selbst durch seineeigenen Linsen wegzuschaffen, die Abweichung wegen der Ku-gelgestalt aber haben die meisten Künstler bei den Objectivender Mikroskope gröfstentheils völlig vernachlässigt oder doch nurdurch eine Art von Tatonnement auf sie Rücksicht genommen.Auch sind bei so kleinen und stark gekrümmten Linsen dieVorschriften der Theorie nicht leicht, auch nur mit einigerPräcision, von den Künstlern auszuführen. Man findet dieTheorie dieser Doppelobjective für Mikroskope in dem drittenBande der Dioptrik von Euler und in der analytischen Dioptrikvon Klügel weiterentwickelt. Aber alle diese analytischen Aus-drücke und gelehrten Formeln, die dort und selbst früher schon inden Werken von d’Alembert , Clairaut u. A. zur genauemConstruction der Fernrohre sowohl, als auch der Mikroskopemitgetheilt worden sind, haben bisher den meisten unserer so-genannten optischen Künstler nur sehr wenig Nutzen gebracht,nicht weil diese Formeln nicht zweckmäfsig, ja selbst noth-wendig zur wahren Verbesserung jener Instrumente sind, son-dern weil sie von unsern Künstlern weder beachtet noch auchverstanden werden. Ihre Sache ist es nicht, diese Formelnnachzurechnen oder auch nur in ihrer Ausübung sich nach ih-nen zu richten, sondern sie begnügen sich mit Probiren, Ver-suchen und Hin - und Hertappen, d bis sie endlich zufälligfinden, was sie suchen. Und dieses gilt nicht blofs von denmeisten unserer deutschen Optiker, sondern auch von denenglischen, des hohen Rufes ungeachtet, dn welchem sie solange sich zu erhalten gewufst haben. All these fortnulae,sagt Herschel 1 in seiner Anrede an die Akad, d. Wiss. inLondon im J. 1821, All these fortnulae, requiring a mors
1 Philosoph Trans, for the Year 821.