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Mikroskop.
Ueber die Zubereitung der Objecte zu mikroskopischenUntersuchungen lassen sich wohl nicht leicht allgemeine Vor-schriften aufstellen. Je kleinere Theile man von dem zu un-tersuchenden Gegenstände durch Hülfe eines scharfen Messersu. dgl. ablösen, je feinere Blättchen man von demselben ab-schneiden kann, desto besser wird man die Structur dieserTheile sehn können. Auch ist es nöthig, z. B. bei der Un-tersuchung der verschiedenen Holzarten oder der festen Theileder thierischen Körper, diese Blättchen in verschiedenen Rich-tungen von dem Körper abzusondern. So zubereitete Gegen-stände werden dann auf die obere feeite der ebenen Glasplattegelegt, die in das Objecttischchen eingeklemmt wird. Siezwischen zwei solche Glasplatten zu legen ist nicht vortheil-liaft, weil die obere Platte den unter ihr liegenden Gegen-stand weniger deutlich erkennen läfst und ihn oft sogar ver-zerrt. Die Künstler pflegen wohl ihren Instrumenten solchekleine Gegenstände in Schiebern zwischen zwei Glasplattenbeizulegen, um diese Gegenstände vor äufsern Verletzungen zubewahren, aber diese Dinge gehören nur für diejenigen, diesich mit diesen Instrumenten angenehm unterhalten wollen,während der eigentliche Beobachter die Gegenstände, die erkennen lernen will, nicht zuvor absichtlich bedecken oderentstellen lassen darf. Allein dieselben von den Künstlernbeigefügten Objecte könnten zu einem andern Zweck sehr vor-theilhaft benutzt werden, wenn nämlich diese Künstler sichdahin vereinigen wollten, allezeit dieselben Objecte in ihrenSchiebern einzulegen. Dieses würde nämlich das bereits obenerwähnte Mittel geben, die Schärfe oder Klarheit der ver-schiedenen Mikroskope unter einander zu vergleichen. Solcheconstante Probeobjecte würden uns lehren, was man an einemund demselben Objecte mit verschiedenen Mikroskopen, beigleicher Vergröfserung, noch zu sehn im Stande ist. Zu sol-chen Probeobjecten schlägt v. JacQuin in der oben erwähnten,viele treffliche praktische Bemerkungen enthaltenden Abhandlungvorzugsweise folgende vor:
1) Flügel der gemeinen Hausfliege ( [musca domestica )\2) der gemeinen Mückd oder Gelse {culexpipiens) ; 3) Haare vonMenschen oder besser von dem Rücken einer Haus - oder Feld-maus; 4) Schuppen von dem FLügel eines gemeinen weifsenSchmetterlings ( papilio crataegi oder brassicae 5) dieselben