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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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M i t t' a g.

Mittag.

Millagsgegen d, Süden; Meridies , Auster,Plagu rneridionalis seu australis; Midi, Sud; South,Point of South.

So nennt man im Allgemeinen diejenige Himmelsgegend, inwelcher die Gestirne, aus unsern Gegenden betrachtet, ihrenhöchsten Stand über unserrn Horizont erreichen. Genauer be-zeichnet man durch diesen Ausdruck diejenige Hälfte des Me-ridians , in welcher das Zenith des Beobachters'liegt und dievon den beiden Weltpolen begrenzt wird, während die an-dere Hälfte des Meridians, in welcher das Nadir liegt, Mit-ternacht genannt wird.

Mittag oder Mittagszeit (Meridies , Midi , Noon ) istder Augenblick, wo die Sonne ihren höchsten Stand am Him-mel hat, oder der Augenblick der Culmination der Sonne.Die Astronomen fangen ihre Tage mit dem Mittage an, in derbürgerlichen Rechnung aber beginnt der Tag schon mit derjenem Mittage vorhergehenden Mitternacht. Diese doppelteZählung hat schon manche Irrung veranlafst, aber da keineder beiden Parteien sich nach der andern bequemen will, somuls man das Uebel eben bestehn lassen. Die französischen Astronomen haben zur Zeit der Revolution ihre Tage auchvon Mitternacht angefangen, aber der neue Gebrauch hattekeinen Bestand. Um eine auf astronomische Weise gegebeneTagszeit in bürgerliche Zählung zu verwandeln, bemerke manblofs, dafs die bürgerliche Rechnung immer um 12 Stundenmehr zählt als die astronomische. Wenn daher die astrono-mische Tagszeit von T Stunden gegeben ist, wo T von 0 1 'bis 24' 1 gezählt zu werden pflegt, wenn z. B. die T le Stundedes 10. Septembers irgend eines Jahres gegeben und in bür-gerliche Zeit zu verwandeln ist, so hat man, wenn T kleinerals 12 Uhr ist, in bürgerlicher Rechnung ebenfalls den 10.Sept. T Uhr und zwar Abends; ist aber.T gröfser als 12 Uhr,so hat man dafür in bürgerlicher Rechnung den 11. Sept. um(T — 12) Uhr Morgens zu setzen. So ist