M o n (!.
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rer noch viel kleinerer Lichtpunct, von nur 4 Sec. in Durch-messer, diese Erde umkreisen, jeden Umlauf um die Erde in29 Tagen vollenden, bald rechts, bald links von der Erdestehn und sie auf ihrer Bahn um die Sonne stets so begleitenwürde, dafs dieser Lichtpunct sich nie mehr als um den 4tenTheil des Sonnendurchmessers, wie er uns erscheint, von derErde entfernt. Dieses Lichtpünctchen ist unser Mond, deruns, von der Erde gesehn, nahe ebenso grofs als die Sonneselbst erscheint, obschon die Sonne in der That so vielmalgröfser ist, dafs aus ihr mehr als 74 Millionen solcher Kugeln,wie unser Mond ist, gemacht werden könnten. Die Ge-schwindigkeit, mit welcher der Mond in einem Monate umdie Erde läuft, ist nur der dreißigste Theil jener, womit dieErde und mit ihr der Mond, jährlich um die Sonne geht. DieErde, legt nämlich auf ihrer Bahn um die Sonne im Mittelwährend jeder Zeitsecunde 4 geogr. Meilen , der Mond aberauf seinem Wege um die Erde nur 2970 Fufs oder nureiner Meile zurück. Da er aber, während er seine elliptischeBahn um die Erde beschreibt, zugleich mit der Erde um dieSonne geht, so wird seine eigentliche Bahn im Welträume,durch diese doppelte Bewegung, sehr zusammengesetzt unddiese Bahn ist nicht mehr, gleich jener der Erde, nahe einKreis, sondern sie gleicht einer in 12 bis 13 Knoten ge-schlungenen Schnur, welche Knoten aber selbst nach Millio-nen von Jahren nie wieder auf dieselben Puncte der Schnurzurückfallen.
Unter allen Gestirnen des Himmels, allein die Sonne aus-genommen , ist der Mond für uns bei weitem das wichtigste.Er scheint nur der Erde wegen da zu seyn. Alle andere Ge-stirne, selbst die schöne Venus und der mächtige Jupiter, sindfür uns nur ein Edelstein mehr in der unermeßlichen Strah-lenkrose des Himmels, die uns gleich dem Diademe mancherHerrscher nur mit ihrem Glanze blenden, ohne uns zu nü-tzen, während der Mond durch ein enges Band der Freund-schaft und der gegenseitigen Abhängigkeit mit der Erde ver-bunden ist. Er steht uns unter allen Himmelskörpern am näch-sten und seine Einflüsse auf uns sind daher so zahlreich, daßwir wahrscheinlich viele derselben noch gar nicht kennen. Erbeleuchtet und verschönert unsere Nächte; seine anziehendeKraft hebt täglich zweimal das Weltmeer und treibt dadurch