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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Mond.

vergröfsert oder dafs die Mondbahn selbst dadurch vergrößertoder erweitert wird. Eine nähere Ansicht dieses Gegenstan-des zeigte ihm, dafs diese gegen die Erde gerichtete Schwereoder Normalkraft des Mondes wegen der erwähnten Störungdurch die Sonne sich am meisten von der reinen elliptischenNormalkraft entfernt, dafs also auch die ursprünglich ellipti-sche Mondbahn die gröfste Aenderung ihrer Gestalt erleidet,wenn die Apsiden (d. h. die grofse Axe der Bahn) mit denSvzygien zusammenfallen, und umgekehrt die kleinste Aen-derung, wenn die Apsiden mit den Quadraturen zusammen-fallen. Diese Bemerkung gab ihm zugleich die Ursache derjährlichen Gleichung des Mondes, von welcher wir bald re-den werden.

So wie die Normalkraft des Mondes, die in der Richtungder geraden Linie liegt, welche dieses Gestirn mit dem Mit-telpuncte der Erde verbindet, durch die Einwirkung der Sonne"estört wird, so wird auch die Tangentialkraft des Mondes,die in der Richtung der Tangente seiner Bahn liegt, aus der-selben Ursache Veränderungen erleiden. Jene, die Normal-kraft, wirkt blofs auf die Entfernung des Monds vcn der Sonne,ohne die Geschwindigkeit seiner Bewegung zu ändern; dieTangentialkraft aber ändert blofs die Geschwindigkeit, ohneauf die Entfernung des Monds einen Einflufs auszuüben. Durchdie Störung der Sonne wird die Geschwindigkeit des Mondsbeschleunigt vom ersten Viertel bis zum Vollmond und vom, letzten Viertel bis zum Neumond, während im Gegentheilediese Geschwindigkeit verzögert wird vom Neumond biszum ersten Viertel und vom Vollmond bis zum letzten Vier-tel. Daraus folgt, dafs die Geschwindigkeit des Mondesin den Syzygien ein Gröfstes und in den Quadraturenein Kleinstes ist oder dafs die stündliche Bewegung desMonds durch die Wirkung der Sonne von den Quadraturenzu den Syzygien wächst und von den Syzygien zu den Qua-draturen abniramt. Der Mond fangt daher immer in seinenSyzygien an, sich von der Erde mehr zu entfernen, als er inder reinen ungestörten Ellipse thun w'ürde, während er imGegentheile, so oft er in die Quadraturen kommt, sich derErde wieder zu nähern anfängt.

Eine weitere Entwickelung der drei oben mitgetheiltenGleichungen, besonders der letzten, zeigte ihm den Gruud,