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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Mond,

n, oi die Horizontalparallaxe der Sonne und des Monds be-zeichnen. Die Beobachtungen geben diese Gleichung gleich

122'' Sin. (l'-l)

und da, nach dem Vorhergehenden, w = 0° 57'34"= 3454” ist,so hat man ,

& • Ö V,s-- -p = m " oder 71 = 8 "> 5 ’

34o4 Sin. 1

so dafs daher durch blolse Beobachtungen des Mondes auchdie Horizontalparallaxe der Sonne, d. h. die Entfernung derSonne von der Erde bestimmt werden kann.

II. Des tim mutig der Gröfsc der Erde durchblofse Beobachtungen des Monds.

Es ist bekannt, dafs Newton das von ihm entdeckteGesetz der allgemeinen Gravitation zuerst dadurch als daswahre Gesetz der Natur erkannte, weil die Bewegung desMondes ganz nach demselben Gesetze vor sich ging, nachwelchem wir die Körper auf der Oberfläche der Erde in ihremfreien Falle sich bewegen sehn, indem, wie seine darüber an-gestellten Rechnungen zeigten , die Körper auf der Erdober-fläche, so wie auch der Mond, von der Erde so angezogenwerden, dafs die Kraft oder die Stärke dieser Anziehung sichverkehrt wie das Quadrat der Entfernung des angezogenenKörpers vom Mittelpuncte der Erde verhält. Newton be-durfte zu dieser Berechnung die Kenntnifs des Halbmessers

O

der Erde in irgend einem bekannten Mafse, z. B. in Meilenoder Fufsen ausgedrückt, und man weifs, wie lange er mitder gewünschten Bestätigung seiner Entdeckung hingehaltenwurde, weil er seiner Rechnung eine damals zwar allgemeinangenommene, aber dennoch unrichtige Gröfse des Ilalbmes-sers der Erde zum Grunde gelegt hatte.

Indem wir hier kurz dieselben Schlüsse wiederholen, wol-len wir sie, unserem Zwecke gemäfs, so stellen, dafs mandarin diese Gröfse des Erdhalbmessers als die gesuchte oderunbekannte Gröfse betrachtet, da wir in unsern Zeiten in derThat nicht mehr nöthig haben, die Existenz des Gesetzes derGravitation durch irgend eine neue Erscheinung der Natur zubeweisen. Nennen wir daher g den Raum, welchen ein Kör-per auf der Oberfläche der Erde im freien Raume senkrecht