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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Rotation.

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selbe Seite des Monds, sondern es kommen an dem einenItande zuweilen neue Flecken zum Vorschein, während wie-der andere an dem entgegengesetzten Rande verschwinden.Die Differenz der Abstände der Flecken von dem Rande desMondes kann bis Grad gehn, aus dem Mittelpuncte des

Monds gesehn, oder da nach dem Vorhergehenden — = 0,0045723

ist, so kann diese Aenderung, aus dem Mittelpuncte der Erdegesehn, bis auf 7-^° X0,0045723 = 2,06 Minuten, d. h. bisauf den 8ten Theil des scheinbaren Halbmessers des Monds,der 15,7 Min. beträgt, gehn. Galilei , der zuerst die Ober-fläche des Monds mit dem damals nur erst entdeckten Fern-rohre untersuchte, hat diese Veränderungen auch zuerst er-kannt und in seinem Nuncius sidereus, so wie in seinen Dia-log. de mundi Systemate, 1635. p. 5S. zu erklären gesucht,aber seine Erklärung betrifft nur die zwei kleineren Aende-rungen, während sie die dritte und gröfste unberührt läfst,obschon er eben diese dritte durch seine Erklärung darstellenwollte 1 . Auch Hevelius hatte, als er im J. 1643 seine Erklärungdieser Veränderungen aufstellte, noch eine irrige Idee von diesergröfsten Aenderung und er berichtigte dieselbe erst im J. 1654.

Man bemerkte nämlich zuerst, dafs die Flecken des Mondsalle westlich zu gehn scheinen, so lange der Mond selbst vonseiner Erdferne zur Erdnähe geht, und umgekehrt dafs sie alleöstlicher stehn, wenn der Mond, in der andern Hälfte seinerBahn, von der Erdnähe zur Erdferne geht. Am deutlichstensah man dieses an denjenigen Flecken, die in der Nähe desMondäquators dem Rande dieses Satelliten sehr nahe stehn,wie z. B. das Mare crisiurn an der Westseite oder der Fle-cken Grimaldi an der Ostseite des Monds. Man nannte dieseVerrückung, die in einer nahe mit der Ekliptik parallelenRichtung statt hatte, die Libration der Länge des Monds.Wenn man nämlich, dem Vorhergehenden gemäfs, annimmt,dafs die Revolution des Monds der Rotation desselben genaugleich ist, wie dieses die Beobachtungen in der That fordern,so sey a ein Flecken des Monds L, der eben den Mittelpunct pig.der uns sichtbaren Mondscheibe einnimmt. Acht Tage später,332*wo der Mond L' den vierten Theil seiner Bahn dui die Erde

1. S. Lalasdk Astron. t. 3295.