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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Mond.

möglich. Aber auch dieser Atlas ist, selbst in Frankreich ,äufserst selten geworden. Der letzte Cassihi, Vorsteher derPariser Sternwarte zurZeit der Revolution, zeigte dem Lalakdenoch 34 Zeichnungen dieser Phasen, im grofsen Mafsstab mitCrayon ausgeführt. Derselbe Lalahde machte daher den Astro-nomen seiner Zeit ein angenehmes Geschenk, indem er we-nigstens die Generalcharte Cassini’s, obschon im verkleinertenMafsstabe, wieder auflegen liefs 1 . Sie stellt den Mond zurZeit seines vollen Lichtes in der That recht gut dar. Cas-sihi bestimmte auch zugleich die oben erwähnten LiBrationendes Monds, die Hevel nur eben erst erkannt, aber in seinerCharte nicht angewendet hatte.

Die bereits früher angeführte Gleichheit der Revolutionund der Rotation des Monds giebt nämlich den Astronomen,die uns eine getreue Abbildung von der Lage der Fleckendes Mondes geben wollen, einen gleichsam von der Naturselbst dargebotenen, allgemeinen Meridian an die Hand, derfür jede gegebene Zeit leicht aufzuiinden ist und der sonachder Selenographie einen Vortheil gewährt, welchen die Geo-graphie oder die Beschreibung unserer Erde entbehren mufs.Dieser allgemeine Meridian ist derjenige, der durch die bei-den Pole des Monds und durch den Endpunct der grofsen Axegeht, die immer sehr nahe gegen den Mittelpunct der Erde gerichtetist. Obschon dieser Endpunct sich durch keinen eigentlichen Fle-cken auszeichnet, so kann man doch die Lage desselben für jedenAugenblick leicht bestimmen, wenn man nur bedenkt, dafs er mitder mittlern Knotenlinie der Mondbahn zusammenfällt zu einerZeit, wo diese Knotenlinie selbst mit dem mittlern Orte desMonds coincidirt. Durch dieses Mittel war man in den Standgesetzt, die Lage der vorzüglichsten Flecken auf der Oberflä-che des Mondes mit grolser Genauigkeit zu bestimmen.

Und dieses war es, was zuerst Tod. Mater ausgeführthat, denn alle frühem Darstellungen des Monds konnten wohlein getreues Bild des Umfangs, aber nicht der Stellung der9 Flecken gegen den Rand des Mondes geben. Dieses scheint

auch noch der Fehler der gröfsten Karte gewesen zu seyn,

1 Sie erschien za Paris im J. 1787 und findet sich auch in denMdm. de Paris . 1692, auch ist sie jährlich von 1701 bis 1772 in derConnoissance des temps abgedruclt worden, von wo sie in viele andereBueher iibergegangen ist.