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Sechster Band. Dritte Abhteilung. Me - My.
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Monochord.

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einem wollenen Läppchen in longitudinale Schwingungen ver-setzen, um vermittelst aufgestreuten Sandes die Figuren dertransversalen Schwingungen auf dem Resonanzboden zu erzeu-gen. &Jan kann auch endlich auf einen in der Mitte des Re-sonanzbodens aufgestellten kurzen Cylinder von Holz oder Kork eine etwa 2 bis 3 Zoll im Durchmesser haltende Scheibe vonHolz oder Metall legen, auf dieser einen kurzen hölzernenCylinder aufrichten und über demselben die Saite des Mono-chords spannen , um durch das Anstreichen derselben alle dieseTheile in Schwingungen zu versetzen, die sich auf der Scheibeund zuweilen auch auf dem Resonanzboden durch Figuren desaufgestreuten Sandes sichtbar zeigen.

Eine zweite Bestimmung des Monochords ist, das Ver-hältnifs der Saitenlängen zu den Tonhöhen nachzuweisen. Dieeinfachste Construction für diesen Zweck erfordert zunächstnur eine Saite, die man auf kleine Stege herabdrückt, durchwelche die Länge derselben zwischen den beiden Hauptste-gen und jmal genommen wird, um zu der Tonica der

Saite die Tertie, Quinte und Octave zu erhalten. Sind dieseAbtheilungen mathematisch genau und wird die Saite durchdas Herabdrücken nicht stärker gespannt oder sonstig verän-dert, so erhält man mathematisch genaue, also vollkommenreine Intervalle; allein in der Ausübung ist es unmöglich, allehierzu erforderlich^ Bedingungen ohne irgend einen Fehler zuerfüllen. Aus dieser Anwendung ist der Ausdruck Kanon,welchen Namen die Alten der gespannten Saite gaben, derenTon als Regel oder Grundlage diente, zu erklären. Um dieerzeugte Tertie und Quinte sofort mit dem Grundtone ver-gleichen zu können und zugleich um die Allgemeinheit derGesetze, denen die Verhältnisse der Saitenlängen zu den er-zeugten Tönen unterliegen, unmittelbar nachzuweisen, ver-sieht man das Monochord, dessen ganze Länge dann etwa 4Fufs beträgt, mit zwei Saiten, die auch von verschiedenerArt und von ungleicher Dicke seyn können, um zu zeigen,dafs die durch die Länge der Saiten bedingten Tonhöhen nichtunter dem Einflüsse ihrer Dicke stehn. Die Stege werdendann aus kleinen Galgen von Eisendraht gebildet, neben de-nen die durch das Niederdrücken der Saiten auf dieselben er-zeugten Töne, als: kleine Terz=4, grofse Terz = £, Quinte= | und Octave = auf den Resonanzboden geschrieben