Nonius.
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gen Platte fortgeschoben wird, in welche die Theilstriche derllauptscale eingeschnitten sind, so würde bei veränderter Stel-lung des Auges der dem Auge näher liegende Theilstrich desNonius vor dem entfernteren der Hauptscale hin und her zurücken scheinen. Indefs wenn, wie es sich gehört, beideScalen genau an einander anliegen, so ist diese Parallaxe nichtschwer zu vermeiden.
Wenn man den Nonius durch ein Mikroskop beobachtet,so ist es, bei vollkommen genauer Gleichheit der Einteilungen,noch möglich , kleinere Theile anzugeben, als sich am Noniusablesen lassen. Fände man z. B. den vierten Theilstrich nochnicht vollkommen auf einen Theilstrich der Scale treffend, denfünften aber um doppelt so viel nach der andern Seite bei demTheilstriche der Scale vorbei gehend, so würde man zu den 4Theilen, die das blofse Auge (weil der vierte Strich beinahezusammen trifft) abgelesen hätte, noch ein Drittel eines sol-chen Theiles zulegen. Der Nonius wird mit einer sehr feineAenderungen gestattenden Schraube in die Stellung, welchedie Beobachtung erfordert, gebracht. Ist diese Schraube genaugenug, so kann sie zugleich als Mikrometerschraube dienen,indem man durch sie den der Beobachtung gemäfs gestellten No-nius zum ganz genauen Zusammentreffen der nächsten Theil-striche fortführt und aus den Angaben am Kreise der Mikro-meterschraube ersieht, wie viele Theile einer Schrauben-Um-drehung, dadurch aber auch, wie viele Theile eines Nonius-theiles man zu dem, was das genaue Zusammentreffen ergebenhätte , legen mufs.
Wenn am ganzen Kreise die Bögen vom Nullpuncte aus,z. B. Zenithdistanzen, nach beiden Seiten gezählt werden, soist es gut, auf demselben verschiebbaren Stücke einen doppel-ten Nonius anzubringen, nämlich so, dafs der Index in derMitte liegend eben die Theilung noch einmal nach der entgegen-gesetzten Richtung darbietet. Man liest dann auf demjenigender beiden Nonien ab, welcher den wachsenden Graden zuge-hört. An Kreis-Instrumenten sind oft mehrere Nonien in un-veränderlichen Abständen angebracht, die dazu dienen, diekleinen Fehler in der Randtheilung des Instruments, welcheaus ungleicher Temperatur oder ursprünglichen Theilungsfeh-lern oder aus der Excentricität entspringen , zu zeigen. Wennman den Zwischenraum zwischen den Nullpuncten dieser No-