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Siebenter Band. N - R.
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Allgemeine Beschaffenheit.

wahrnimmt. Aus einem von diesen Lichtbögen, in der Regelaus dem obersten, zuweilen aucli aus einer lichten Stelle imdunkeln Segmente, steigen Lichtstreifen von verschiedenenFarben empor, welche abwechselnd entstehen und verschwin-den , ihren Ort bald langsam, bald schnell ändern, so dal's dieLichtmasse meistens in einer steten Bewegung zu seyn scheint,welche vorzugsweise um so mehr bemerhlich ist, je schnellerdie Heilung zunimmt, wobei nicht nur in dem dunkeln Seg-mente und im Bogen die helleren Stellen häufig wechseln, son-dern auch Strahlen zu beträchtlicher Höhe emporschiefsen undzuweilen der ganze Himmel mit einem flockigen, zitterndenLichte erfüllt scheint.

Wenn das Nordlicht am hellsten strahlt, so sieht man beiden «iröfseren zuweilen am Zenith eine Art von Krone, die ausder Vereinigung der von allen Seiten daselbst Zusammenstößen-den Strahlen entsteht und gleichsam die Laterne einer Kuppeloder den Knopf eines Zeltes vorstellt. Die Farben des Nord-lichtes, welche hauptsächlich aus blendendem Weifs im Bogenund in dessen Nähe, aus Gelb und' vorzüglich aus Roth vonder verschiedensten Tiefe und von sehr ungleichem Glanze be-stehen , sind in diesem Augenblicke am lebhaftesten , das Phä-nomen beginnt dann ab^unehmen, jedoch geschieht dieses sel-ten plötzlich, meistens erfolgen noch mehrmalige Zunahmen inungleichen Zeiträumen, wobei sich die wesentlichsten der be-schriebenen Erscheinungen erneuern, bis das Ganze allmälig er-löscht und nur noch ein weilslicher Lichtschein im Norden, mit-unter eine geraume Zeit* zurückbleibt 1 .

Unter den älteren Beschreibungen der Nordlichter hat dievon IVI AurEHTins stets einen bedeutenden Rang behauptet, weilsie die damals minder allgemein bekannten Beobachtungen imhohen Norden und obendrein gerade unter dem Polarkreise ent-hielt. Seine Darstellung ist indefs minder physikalisch genau,als vielmehr lebendig und ausmalend. Er sagt über das, waser zu Ofwer-Torneö im Jahre 1736 wahrgenommen hat, Fol-gendes. „Sobald die Nächte anfangen dunkler zu werden, siehtman den Himmel durch Feuer von tausend Gestalten und Far-ben erleuchtet; sie scheinen die des beständigen Tages ge-

1 De Mairar Traite de l’aurore bore'ale.Paris 1754. 4.

Paris 1733. 2me e'd.

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