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Siebenter Band. N - R.
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Allgemeine Beschaffenheit.

Haxsteeit, hat das Phänomen dort nicht blofs genau beob-achtet, sondern auch durch eine Zeichnung den Anblick des-selben versinnlicht 1 . Uraß Uhr Abends sprang dort der schwa-che nördliche Wind nach einem heitern Tage plötzlich nachW. oder W. S. W. um, der Himmel bewölkte sich und esfiel so viel Reifschnee, dafs die Strafsen glatt mit Eis überzogenwurden. Plötzlich zeigte sich ein heller ellipsenförmiger Streifvon W. S. W. durch das Zenith nach O. N. O., oben etwa 60°breit, an der Südseite durch die schon am Tage beobachteteSchneebank, ein finsteres, entfernten schwarzen Bergen ähnli-ches Gewölk, an der Nordseite durch eine Nordlichthank be-grenzt, aus welcher ein weifses Flammenmeer bis zur Höhe derCassiopea hervorströmte. In der grofsen Axe der Ellipse lagein mit Regenbogenfarben prangender Bogen , welcher mit bei-den Schenkeln den Horizont berührte, am Zenith etwa 2°, un-ten gegen 9° breit war und in der Mitte die einer Glorie odermatten Sonne ähnliche Krone bildete , aus welcher Strahlennach allen Seiten fuhren. Unter den stärksten E’arben, demGelb, Violett und Roth, war die letztere vorherrschend, fieloben am Bogen ins Weifsliche, näher am Florizonte ins Dunkle,so dafs es einer nächtlichen Feuersbrunst glich. Der Bogenstand eine halbe Stunde, dann vertheilte sich die Krone, dem-nächst von W. her allmälig der Bogen , das Nordlicht blieb imS. noch als weifsliche Wolken; dann bezog sich um halb 7 Uhretwa der Himmel mit Wolken und der Wind ausW. hörte auf.

Dafs die zuweilen beobachteten einzelnen Lichtbögen, wiez. B. durch HällstrÖm 2 und andere, insbesondere aber am29* Sept. 1S28 durch Capt. Kater und von Moll zu Ches-fields Lodge in England 3 , gleichfalls in die Classe der Nord-lichter gehören, scheint mir keinem Zweifel zu unterliegen ; in-

1 Sehr viele Beschreibungen von Nordlichtern sind von Zeich-nungen begleitet. Inzwischen glaube ich, dafs diese nur wenig Be-lehrung gewähren , und ich beschränke mich daher auf die Mitthei-lung dieser einzigen, welche wegen der lm Süden und im Nordenstehenden Wolkenmassen vorzügliches Interesse gewährt. Sie stelltdas Ansehn des Himmels, projicirt auf den Horizont von Christian-sand, vor, das Auge des Beobachters aufserhalb der Himmelskugelgedacht.

2 G. XVIII. 74.

3 Phil. Mag. and Ami. T. kV. p, 337.

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