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Nordlicht.
ten, so lafst sich dieser Einwurf leicht widerlegen. An allensolchen Orten nämlich, wo die Herstellung des elektrischenGleichgewichts durch Gewitter stattfindet, und zu denjenigenZeiten, wenn Letzteres geschieht, ist die Entstehung des Nord-lichts unmöglich , ein Satz , welcher durch den nahen Zusam-menhang dieser beiden meteorischen Phänomene noch aufser-dem eine bedeutende Stütze erhält, und die Nordlichter sindnur in denjenigen Gegenden einheimisch, wo keine Gewitter zuStande kommen oder sie sich, falls dieses ausnahmsweise ein-mal geschehn ist, durch blofse IJlitze ohne Donner entladen, folg-lich gleichsam einen Uebergang zu den Nordlichtern bilden * 1 .
Wenn ich den eigentlichen Procefs der Nordlichtbildunnkurz zusammenfasse, so ist er in seinen Haijptmomenten folgen-der. Die Oberfläche der Erde wird durch den täglichen Tem-peraturwechsel elektrisch erregt. An denjenigen Orten, wo dieelektrische Neutralisation durch den Wechsel von Verdampfung
und Niederschlag nicht in unbestimmten, meistens nur kurzen. . ° . *Zeitintervallen aufgehoben und wieder hergestellt wird, behält
die Erdkruste diesen elektrischen, den Magnetismus der Erdeerzengenden Zustand eben so eine Zeitlang bei, als dieses beijedem von trockner Luft umgebenen Körper der Fall ist, unddie hiernach täglich wiederkehrende Erregung und die Rückkehrzum Gleichgewichte, wie sie durch den regelmäfsigen Wechselder Erwärmung bedingt wird , ist Ursache der täglichen Varia-tionen der Magnetnadel. Die auf der Erdoberfläche erregte... . ^Thermelektricität ist allerdings nicht stark, sie könnte sogar so
schwach seyn , dafs ihre Repulsivkraft das Blattgoldelektrometerzu bewegen nicht vermöchte, und dennoch würde, andern zahl-losen Erfahrungen gemäfs , hieraus kein Einwurf gegen die Be-.
1 Ich fürchte zu weitläultig zu werden, wenn ich mich auf alleEiuzelnheiten einlassen wollte. So könnte man unter andern sagen,die elektrische Erregung der Erdoberfläche müsse aufhören, wenn die
1 emperatur zu niedrig wird, und sie müsse dem Wechsel zwischenWärme und Kälte proportional seyn. Beide Ursachen würden ge-meinscliattlich dazu wirken, den magnetischen Pol über den Nord-küsten America’s tiefer herabzurücken, die Nordlichter könnten hier-nach nicht weit nördlich über die magnetischen Pole hinaus sich er-strecken, wie die Erfahrung ergicbt, und selbst der von Haksteen be-obachtete Zusammenhang zwischen den magnetischen Isoklinen undden isothermischen Linien fände hierin eine natürliche Erklärung.